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Bisher wurde jeder Motor von einem AC-Servoantrieb S600 der Marke Kollmorgen angetrieben. Dabei handelt es sich um einen digitalen Servoverstärker, der sich für komplexe Antriebsaufgaben eignet. Angesichts der Tatsache, dass eine steigende Zahl von Ingenieuren zu ethernetbasierten Kommunikationsformen wie Ethercat und Synqnet wechselt, wird die nächste Generation von Bewegungsplattformen allerdings den neuen S700-AC-Servoantrieb (Bild 2) verwenden. Mit der Integration von ethernetbasierter Buskommunikation in den neuen Antrieb hat Danaher Motion den S700 zukunftssicher gemacht. Dank der integrierten Schnittstelle des S700 müssen Kunden wie BRD nicht auf zusätzliche Erweiterungskarten zurückgreifen, um diese Kompatibilität zu erreichen.
Formel-1-Bolide sitzt auf Bewegungsplattform
Die nächsten zwei Bewegungsplattformen gingen nach Singapur. Dort sollten sie im September bei der Werbung für den ersten Formel-1-Grand-Prix im Land zum Einsatz kommen (gleichzeitig das erste Nachtrennen in der Formel 1). Der Zeitfaktor war entscheidend. Deshalb erschien es in diesem Zusammenhang sinnvoll, den Auftrag auf Kugelgewinde und lineare Führungssysteme auszuweiten. Die Lieferzeiten konnten so minimiert und der Aufbauvorgang vereinfacht werden.
Nach Aussage von BRD gibt es am Markt eine „verwirrende Anzahl“ von Produkten zur Bewegungssteuerung. Die Produktfamilie von Danaher Motion trug jedoch zu einer Entwirrung bei. Dies sollte sich als wesentlich für das Projekt erweisen, bei dem die Fertigstellung zweier V1-500-Bewegungsplattformen von BRD in nur zehn Wochen nach Vertragsabschluss vom Entwurf bis zur Aufstellung bewältigt wurde.
Auf die Bewegungsplattformen wurde ein Formel-1-Bolide montiert, dessen eigentliche Bewegungen über drei Thomson-Gewindespindeln von Danaher Motion angetrieben werden. Aus Kompatibilitätsgründen besitzen die Gewindespulen eine einheitliche Länge mit einem Fahrweg von 1,2 m.
Kugelspindelbaugruppen ohne Spiel und Reibung sorgen für vollen Vortrieb
Die Thomson-Kugelspindelbaugruppen bestehen aus einer gerollten Gewindespindel und einer Nut (Außenrille) mit einer Innenrille und einem Ring aus Präzisionsstahlkugeln, die in den Rillen zwischen Spindel und Nut umlaufen. Durch die effiziente Ausführung ohne Spiel und Reibung wird das Drehmoment in Vorschubkraft umgesetzt, während sich die Spindel dreht und sich die andere Komponente in linearer Richtung bewegt. Wichtiges Merkmal aller an BRD gelieferten Thomson-Gewindespindeln war eine hohe Steigung. Sie ist wichtig, um die erforderliche Erdbeschleunigung, die etwa 10 m/s2 beträgt, zu erreichen.
Längs der Gewindespindel verläuft ein lineares Führungssystem aus einem Paar Thomson-Profilschienen der Serie 500 (Bild 3). Sie entsprechen der DIN 645-1 und bieten eine hohe Steifigkeit und Belastbarkeit, um den Beschleunigungskräften, die bei dieser realistischen Formel-1-Simulation entstehen, widerstehen zu können. Um der außergewöhnlich hohen Luftfeuchtigkeit in Singapur zu trotzen, wurden die linearen Führungslagersysteme mit einer Chromversiegelung beschichtet.
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