CAM-Software CAM-Software erhöht Prozesssicherheit in der Produktion
Die Minimierung der Rüstzeiten spielt bei der Fertigung kleiner Losgrößen eine wichtige Rolle. Voraussetzung dafür sind NC-Programme, die die Rüstsituation bereits vor Fertigungsbeginn am Rechner simulieren können. Die Software eines französischen Unternehmens erfüllt die Anforderungen.
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Anfang dieses Jahres hat die Maschinenfabrik Haver & Boecker, Spezialist für das Abfüllen und Aufbereiten von Schüttgut aller Art, ein neues Fahrständer-Bearbeitungszentrum von Axa eingeführt. Die Missler-Software Topsolid CAM füttert die Maschine, die im Dreischichtbetrieb läuft, mit den erforderlichen NC-Programmen. Binnen sechs Monaten haben die CAM-Programmierer mehr als 500 Programme für die Axa aufbereitet.
CAD-Daten im zentralen Dokumentenmanagementsystem
Haver & Boecker ist heute einer der weltweit führenden Anbieter von Packmaschinen für Ventilsäcke oder offene Säcke sowie von Form-fills-seal-Automaten, in denen Zement, Baustoffe und Mineralien, chemische und pharmazeutische Grundstoffe sowie Produkte für die Lebensmittelindustrie abgepackt werden. Haver & Boecker liefert aber nicht nur einzelne Maschinen, sondern entwickelt als Generalunternehmer auch komplette Anlagen für die Aufbereitung, Verpackung und Lagerung von Grundstoffen.
Weltweit arbeiten derzeit rund 2300 Mitarbeiter für die Unternehmensgruppe, die ihren Hauptsitz in Oelde hat. Die Mitarbeiter bei den ausländischen Tochtergesellschaften greifen über ein zentrales technisches Dokumentenmanagementsystem auf die Unterlagen aus dem Masterdesign in Oelde zu, das mit dem CAD-System Solid Edge arbeitet. Haver & Boecker hat vor zwei Jahren damit begonnen, ein modulares Plattformkonzept zu entwickeln, um kunden- oder länderspezifische Varianten mit weniger Aufwand umsetzen zu können.
Maschinenbauer setzt auf hohe Fertigungstiefe
Maschinen und Anlagen zu entwickeln, die optimal auf die Anforderungen des Kunden oder des abzufüllenden Produktes zugeschnitten sind, ist eine der Stärken des Unternehmens und zugleich seine größte Herausforderung, denn die Bandbreite der Füllstoffe, die das Unternehmen verarbeitet, und die Unterschiede hinsichtlich ihres Fließverhaltens sind enorm. Selbst Zement ist nicht gleich Zement. Die Produkte müssen makroskopisch und mikroskopisch genau analysiert werden, um dem Kunden die ideale Fülltechnik für seinen Prozess anbieten zu können. Haver & Boecker arbeitet eng mit den Sackherstellern zusammen, um innovative Lösungen zu entwickeln – beispielsweise für das Abfüllen von Zement in Plastiksäcken, die draußen gelagert werden können.
Die Fertigungstiefe bei Haver & Boecker ist relativ hoch. Der Eigenfertigungsanteil bei einer komplexen Maschine liegt etwa zwischen 50 und 60%, obwohl man den Laserzuschnitt der Bleche komplett nach außen vergibt und viele Komponenten für Elektrik, Pneumatik und Automatisierungstechnik zukauft.
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