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Siemens Chaotische Fertigung hat viele Vorteile

| Autor / Redakteur: Hans Peter Küng / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Meist geht es bei der Automatisierung von Werkzeugmaschinen darum, größere Serien wirtschaftlich zu fertigen. Eine sogenannte chaotische Fertigung steigert zwar die Komplexität des Prozesses ganz erheblich, erhöht aber auch die Flexibilität. Das hier dargestell­te Automatisierungsprojekt zeigt, wie Diffusoren ohne manuellen Eingriff in Losgröße eins und beliebiger Abfolge gefertigt werden.

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Bild 1: Die technikübergreifende Maschinensteuerung ermöglicht sämtliche Bearbeitungsmethoden und Funktionen dieses Dreh-Fräszentrums, das von einem Roboter beladen wird.
Bild 1: Die technikübergreifende Maschinensteuerung ermöglicht sämtliche Bearbeitungsmethoden und Funktionen dieses Dreh-Fräszentrums, das von einem Roboter beladen wird.
(Bild: Siemens)

Sieben Maschinen und Handarbeitsplätze durch eine automatisierte Maschine ersetzen – so lautet die kürzestmögliche Zusammenfassung für ein erfolgreiches Automatisierungsprojekt, das die Firma ABB Turbo Systems realisiert hat. Seither läuft die Diffusorenfertigung am Produktionsstandort in Klingnau (Schweiz) auf einer automatisierten CTX gamma 1250 TC, einem Dreh-Fräszentrum von DMG Mori mit einer CNC des Typs Sinumerik 840D sl von Siemens (Bild 1). Von diesen Diffusoren, die innerhalb einer Turbine die angezogene Luft verlangsamen, sie damit verdichten und ihren Druck erhöhen, gibt es nahezu unzählige Größen und Varianten (Bild 2 und 3). Dazu Christian Zott, bei ABB zuständig für Investitionen und deren Durchführung: „Aus zehn unterschiedlichen Rohlingen fertigen wir etwa 350 unterschiedliche Varianten – und das vollautomatisch, ohne manuellen Eingriff, in Losgröße eins und chaotischer Abfolge.“

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