In fester Hand

China beherrscht die komplette Lieferkette für Batterien

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So sieht es mit Nickel, Lithium, Mangan und Kobalt aus ...

Lithium stammt, wie bereits oben zu lesen war, zu 74 Prozent aus Australien und Chile. Nichtsdestotrotz halten Unternehmen wie Tianqi Lithium aus China und Albemarle aus den USA die größten Anteile an der weltweiten Produktion. Europa besitzt bekanntlich nahezu keine Lithiumanteile im Ausland. Eigenanteile sind vernachlässigbar und beschränken sich bisher auf das Baroso-Lithium-Projekt in Portugal, das lediglich 0,4 Prozent der Produktion ausmacht. Bei Nickel sieht es so aus, dass, obwohl 30 Prozent der weltweiten Nickelproduktion in Indonesien stattfindet, der Anteil indonesischer Unternehmen an der Gewinnung bei weniger als fünf Prozent liegt. Von der restlichen Produktion in Indonesien sichern sich chinesische Unternehmen, wie etwa Tsingshan, 86 Prozent. In Verbindung mit der inländischen Produktion hat China so die größte Kontrolle (32 Prozent) über die Nickelproduktion. Zu den einflussreichsten Regionen nach China zählen Europa, die Philippinen und Russland, die zusammen knapp über 40 Prozent der weltweiten Nickelproduktion kontrollieren.

Betrachtet man Kobalt, so kontrollieren nur fünf Prozent von lokalen Unternehmen die Minen, obwohl 68 Prozent der weltweiten Produktion in der DR Kongo dort stattfinden. China (47 Prozent) und Europa (47 Prozent) dominieren die dortige Produktion. Zu den Kobaltakteuren zählen Cmoc, Glencore und die Eurasian Resources Group (ERG). Abseits der chinesischen und europäischen Kontrolle sind die Philippinen, Russland und Kuba einflussreich (12 Prozent). Wenn es um Mangan geht, so weitet Australien seinen Einfluss durch die Akquise von über 50 Prozent der südafrikanischen Abbaurechte mittels der Unternehmen South 32 und Jupiter Mines auf insgesamt 25 Prozent aus. Südafrika liegt mit 20 Prozent an zweiter Stelle, gefolgt von Europa, das insgesamt auf einen Anteil von 16 Prozent an der weltweiten Manganproduktion kommt. Diese Anteile erstrecken sich über Minen in Australien, Gabun und der Ukraine, die von Anglo American, Eramet und der ERG erworben wurden, wie es abschließend heißt.

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