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Möglich wird dies, so Massari, durch die parallele Anordnung der sechs Achsen, deren zu bewegende Eigenmasse sehr gering ist: „Die Besonderheit besteht darin, dass die Bewegung in einer Achsrichtung von sechs Antrieben statt nur von einem ausgeführt wird. Herkömmliche, seriell angeordnete Systeme müssen hingegen für die gleichen Aufgaben mehrere 100 kg Eigengewicht bewegen und erreichen dabei schnell Leistungsaufnahmen von mehreren Kilowatt. Bei vergleichbarem Arbeitsraum arbeitet Wigpod mit einer Leistungsaufnahme von nur 0,8 kW um ein Vielfaches energieeffizienter. Somit können Bauteile für Handwerk, Industrie, Luft- und Raumfahrt sowie Automotive – insbesondere aus Titan, Aluminium und Edelstahl – vollautomatisch ohne Anlauffarben, energieeffizient sowie umwelt- und gesundheitsschonend geschweißt werden.“
Leistungsfähige Kinematiktransformation
Die Umsetzung der komplexen Hexapodkinematik in die maschinenrelevante CNC-Technik galt bei dem Projekt als besondere Herausforderung. Kernstück des dahinterstehenden mathematischen Modells ist die Stewart-Transformation. Sie sorgt dafür, dass die Servomotoren der sechs Achsen aufeinander abgestimmt angesteuert werden können und exakt fließende Bewegungen erzeugen.
Dazu erhält die Stewart-Plattform von der übergeordneten Twincat 3 CNC die Sollwerte sämtlicher Bewegungsabläufe, berechnet die erforderlichen Achspositionen und gibt die Informationen an die Antriebssteuerung zurück.
Böckstiegel erläutert: „Das perfekte Zusammenspiel der CNC mit der Stewart-Transformation sorgt für reibungsloses und gleichzeitiges Bewegen der sechs Achsen. Beckhoff stellt hierfür in der Twincat 3 CNC die entsprechenden mathematischen Übersetzungstools beziehungsweise Kinematiktransformationen bereit. Dies ermöglicht eine besonders einfache und flexible Bedienung und Programmierung.“
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