Zulieferer Continental streicht in Autozuliefersparte rund 7.150 Stellen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Continental will mehr Stellen abbauen als angekündigt und Standorte zusammenlegen. Betroffen ist auch ein Tochterunternehmen.

Der Hauptsitz von Continental in Hannover.(Bild:  Continental)
Der Hauptsitz von Continental in Hannover.
(Bild: Continental)

Der Continental-Konzern will weltweit rund 7.150 Stellen kürzen, mehr als drei Prozent der Gesamtbelegschaft. Zusätzlich zu den bereits angekündigten Maßnahmen in der Verwaltung der Sparte sind von den Plänen auch Beschäftigte in der Forschung und Entwicklung betroffen. Der Zulieferer bestätigte damit am Mittwoch (14. Februar) in Teilen einen Bericht des Manager Magazins von vergangener Woche.

Wie das Unternehmen mitteilt, stehen in den Verwaltungsbereichen rund 5.400 Jobs zur Disposition, im Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk weitere rund 1.750 Stellen.

Standorte im Rhein-Main-Gebiet zusammenlegen

Im Rhein-Main-Gebiet prüft Spartenchef Philipp von Hirschheydt zudem die Zusammenlegung von Standorten. Conti will eigenen Angaben zufolge die Jobs schrittweise und so sozialverträglich wie möglich abbauen.

Der Zulieferer hatte bereits Sparbemühungen in der kriselnden Autozulieferung angekündigt. So sollen mit dem Stellenabbau in der Verwaltung bis zum Jahr 2025 die jährlichen Kosten nach Angaben aus dem November um 400 Millionen Euro sinken. Bisher hatte das Unternehmen hierfür einen Stellenabbau im mittleren vierstelligen Bereich angekündigt. Dass Conti auch bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung den Rotstift ansetzt, ist seit Dezember klar.

Ausgaben für Forschung und Entwicklung sollen sinken

Investoren und Analysten bemängeln seit längerem, dass Conti in der Autozuliefersparte nicht nur wenig verdient, sondern vergleichsweise viel Geld für die Forschung ausgibt. Im Jahr 2028 soll nun der Anteil der Forschungs- und Entwicklungsausgaben am Umsatz der Sparte auf neun Prozent sinken, derzeit liegt er bei rund zwölf Prozent.

„Wir sind uns der Einschnitte für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewusst und werden alles dafür tun, gemeinsam mit unseren Sozialpartnern gute und individuelle Lösungen zu finden“, sagte von HIrschheydt. Von den Plänen sind unter anderem auch 380 Jobs bei der Softwaretochter Elektrobit mit dem deutschen Hauptsitz in Braunschweig betroffen.

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