Auswirkungen der ErP-Richtlinie

Das Ende für Schütze und Motorstarter?

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Auswahlhilfe für die geeignete Steuerung

Folgende Übersicht soll Hilfestellung bieten:

  • Schütze und Motorschutzschalter stellen auch in Zukunft die beste und energieeffizienteste Lösung für Anwendungen mit fester Drehzahl oder geringen Schalthäufigkeiten dar, wobei unbedingt deren Tauglichkeit für IE3-Motoren zu überprüfen ist. Denn Tests haben gezeigt, dass die in der DIN EN 60947-4-1 derzeit spezifizierten Grenzwerte für Schütze und Motorstarter im Zusammenspiel mit IE3-Motoren vielfach nicht ausreichen. Das heißt, das Schutzelement löst unter Umständen bereits während des standardmäßigen Motoranlaufs aus, auch wenn kein Fehler oder Kurzschluss vorliegt. Um dies zu vermeiden, sollten die Anlauffaktoren (Anlaufspitzenstrom zu Betriebsstrom) nicht mehr nur wie derzeit vorgeschrieben einen Faktor acht abdecken können, sondern mindestens einen Faktor zehn (dabei auch Fertigungstoleranzen der Motoren beachten).
  • Der Direktstart ist am besten für Antriebe an starken Netzen geeignet, die hohe Anlaufströme zulassen und wo die Applikation ein hohes Anlaufmoment verträgt. Installation und Handhabung sind einfach, es handelt sich um einen besonders kostengünstigen Motorstarter.
  • Die Stern-Dreieck-Schaltung eignet sich aufgrund eines reduzierten Anzugsmoments für Antriebe mit kleinem oder erst mit der Drehzahl steigendem Lastmoment wie bei Pumpen und Lüftern. Sie wird auch dort eingesetzt, wo der Antrieb erst nach dem Hochlauf belastet wird, beispielsweise bei Pressen und Zentrifugen. Installation und Handhabung sind einfach, es handelt sich um eine Motorstarterlösung mittlerer Komplexität.
  • Der Softstarter erlaubt ebenfalls nur einen Anlauf mit reduziertem Moment, bietet jedoch den Vorteil einer stufenlosen Spannungsanpassung, sodass der bei Stern-Dreieck übliche Umschaltstoss in Strom und Drehmoment entfällt. Installation und Handhabung sind einfach.

2. Elektrische Steuerung der Motordrehzahl mithilfe eines Frequenzumrichters ist die beste Wahl bei Applikationen mit variabler Drehzahl beziehungsweise sich stark verändernder Last. Zur Installation und kundenspezifischen Konfiguration sind oft tiefere Kenntnisse der Antriebstechnik notwendig und es handelt sich um die komplexeste und damit auch kostenintensivste Lösung zur Motorsteuerung. Aufgrund der Eigenschaft, in vielen Fällen für einen besseren Gesamtwirkungsgrad der Anlage zu sorgen und somit deren Energieeffizienz zu erhöhen, kommen Frequenzumrichter zunehmend auch bei einfachen Anwendungen zum Zuge. Doch Vorsicht: Bei vielen Anwendungen wie Pumpen oder Lüftern besteht die Gefahr der Überdimensionierung hinsichtlich Komplexität und Funktionalität.

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3. Die neue Geräteklasse der Drehzahlstarter (Speed Starter) lässt sich so einfach handhaben wie ein Motorstarter, bietet aber gleichzeitig die Möglichkeit der variablen Drehzahlregelung. Indem sie die Vorteile von Frequenzumrichtern und Motorstartern vereinen, bieten die leicht zu installierenden Geräte eine kosteneffiziente und zuverlässige Alternative, um gerade Anwendungen mit bisher konstanter Drehzahl energieeffizienter zu machen. Die Drehzahlstarter stellen eine ideale Lösung für Anwendungen dar, die nur eine begrenzte Funktionalität, aber eine variable Drehzahl erfordern, sowie für Anwendungen mit konstanter Drehzahl, in denen eine Motorstarterlösung nicht ausreicht.

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