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VDMA auf der Hannover Messe 2019

Daten austauschen per OPC UA

Denken wir an Industrie 4.0 und an das damit verbundene Internet der Dinge, dann ist es notwendig, dass die Geräte untereinander Daten austauschen können. Wir befragten dazu OPC-UA-Fachmann Andreas Faath vom VDMA.

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Andreas Faath leitet das Themenfeld Interoperabilität mit OPC UA. Des Weiteren koordiniert er die Umsetzung der OPC UA Standardisierung im VDMA. Andreas Faath ist Experte für Fragen rund um Industrie-4.0-Standardisierung und Prozesse im Rahmen der semantischen Erarbeitung von OPC UA Companion Specifications im VDMA. Er ist zudem Marketing Representative des VDMA bei der OPC Foundation und Mitglied des OPC Foundation Technical Advisory Council (TAC).
Andreas Faath leitet das Themenfeld Interoperabilität mit OPC UA. Des Weiteren koordiniert er die Umsetzung der OPC UA Standardisierung im VDMA. Andreas Faath ist Experte für Fragen rund um Industrie-4.0-Standardisierung und Prozesse im Rahmen der semantischen Erarbeitung von OPC UA Companion Specifications im VDMA. Er ist zudem Marketing Representative des VDMA bei der OPC Foundation und Mitglied des OPC Foundation Technical Advisory Council (TAC).
(Bild: VDMA)

Herr Faath, wie kann da OPC UA weiterhelfen?

Faath: Mit OPC UA als einheitliche Schnittstelle ist eine Wegmarke zur herstellerübergreifenden vernetzten Produktion und einem effizienten Datenaustausch erreicht. OPC UA ist durch die Unterstützung zahlreicher Protokolle und einem Security by Design Ansatz, der favorisierte Kommunikationsstandard für Industrie 4.0.

Wie sieht der nächste Schritt aus?

Faath: Es geht darum, die auszutauschenden Daten herstellerübergreifend zu standardisieren. In OPC UA Companion Specifications wird der herstellerübergreifend größte gemeinsame Nenner an auszutauschenden Daten in den jeweiligen Branchen standardisiert.

Was beschreiben diese Daten?

Faath: Die Daten können sowohl technische Eigenschaften der Produkte wie des Gerätetyps oder die Gerätekonfiguration beschreiben, aber auch Prozessdaten wie Temperaturen oder Drücke sein. Die Standardisierung von Daten in Form von OPC UA Companion Specifications betrifft tausende von Produkten und Prozessen – in jedem Segment des Maschinenbaus und seinen Wertschöpfungspartnern der industriellen Produktion.

Was tut der VDMA, um sicherzustellen, dass das auch alles funktioniert?

Faath: Der VDMA hat das Potenzial von OPC UA und Companion Specifications früh erkannt und bereits 2013 begonnen, OPC UA in seine strategische und operative Arbeit aufzunehmen. Über 350 Unternehmen aus Maschinenbau, Elektrotechnik, Informationstechnik und Anwenderbranchen wie die Automobilindustrie erarbeiten seitdem OPC UA Companion Specifications. Zurzeit befinden sich über 23 Companion Specifications in der Erarbeitung der jeweiligen Branchen, von der Antriebstechnik über Kunststoff- und Gummimaschinen bis hin zu Robotik und Werkzeugmaschinen.

Was zeichnet den VDMA hier aus?

Faath: Ein absolutes Alleinstellungsmerkmal des VDMA ist die zentrale Koordination, strategische Begleitung, sowie die Harmonisierung der OPC-UA-Arbeitskreise. Durch diese Harmonisierung wird eine branchenübergreifende Maschinenkommunikation ermöglicht.

Was sind die Ziele des VDMA?

Faath: Auf Grund der einzigartigen technologischen Breite und Tiefe sowie dem Vernetzungsgrad in Deutschland, Europa und der Welt hat sich der VDMA, sowohl in den Branchen als auch branchenübergreifend, das Ziel gesetzt, gemeinsam mit seinen Mitgliedern und internationalen Organisationen, die Weltsprache der Produktion zu definieren. Im Bereich Maschinen- und Anlagenbau konzentriert sich das dafür notwendige Domänenwissen innerhalb des VDMA und macht diesen damit zum weltweiten Gravitationszentrum für die Erarbeitung von OPC UA Companion Specifications.

VDMA e. V., auf der Hannover Messe 2019: Halle 8, Stand D10

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Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Redakteur, MM MaschinenMarkt