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Energietechnik DC-Strom vom Dach direkt in die Dose

Autor: Gary Huck

Viele Unternehmen produzieren schon eigenen Strom aus erneuerbaren Quellen. DC-Netze gewinnen gerade an Popularität. Wir haben uns für Sie schlau gemacht, wann die Kombination von beidem Sinn hat.

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Auf vielen Dächern wird schon Solarstrom produziert. Für Unternehmen kann es Vorteile mit sich bringen, wenn sie PV-Anlagen mit DC-Netzen kombinieren.
Auf vielen Dächern wird schon Solarstrom produziert. Für Unternehmen kann es Vorteile mit sich bringen, wenn sie PV-Anlagen mit DC-Netzen kombinieren.
(Bild: ©Mario - stock.adobe.com)

Das LCD-Display an der Wand des Technikraums zeigt 0,10 kW an. So viel Energie produziert die Photovoltaikanlage gerade. Viel ist es nicht, aber angesichts des wolkenverhangenen Himmels über Stuttgart an diesem Donnerstagmorgen ist der Wert kaum verwunderlich. Wichtig ist hier eigentlich auch nicht die Zahl an sich, sondern dass der von der PV-Anlage erzeugte Gleichstrom direkt genutzt wird, ohne umgewandelt zu werden.

Bei der Bachmann GmbH, in deren Technikraum wir uns gerade befinden, wird DC Strom aus eigener Produktion verwendet, um eines der beiden Rechenzentren am Standort in Stuttgart zu versorgen. Das Elektronikunternehmen speist Gleichstrom nicht nur in die Server, sondern zum Beispiel auch in die Deckenlichter im Rechenzentrum. Was bei Bachmann bereits vor fünf Jahren umgesetzt wurde und im Rahmen des Projekts DC-Industrie gerade erforscht wird, könnte in einigen Jahren in vielen Industrieunternehmen gängige Praxis sein. Wer mit dem Gedanken spielt eine Photovoltaikanlage auf seiner Gewerbefläche zu bauen, sollte auch ein DC-Netz in Betracht ziehen.

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