Flex

Der flexible Funkensprüher

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Der Name Flex ist in den Wirtschaftswunderjahren so populär geworden, dass er mit dem Werkzeugtypus Winkelschleifer gleichgesetzt wird. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass das Verb flexen geboren wird. Die Funktionsweise des Winkelschleifers bleibt gleich, der Gerätetyp wird dagegen stetig weiterentwickelt: Moderne Kunststoffe lösen das Gusseisen ab, Motorleistungen werden erhöht und die Motoren immer kleiner.

Bekanntheit der Marke Flex steigert sich

Die Marke ist mittlerweile so stark in Deutschland verankert, dass auch der Hersteller nachzieht und sich 1996 von Ackermann + Schmitt in die heutige Flex-Elektrowerkzeuge GmbH umbenennt. Das Unternehmen bleibt jedoch nicht stehen, sondern widmet sich neben der traditionellen Flex einer neuen Sparte. Im Jahr darauf wird die Giraffe, ein Langhalsschleifer für die Decken- und Wandbearbeitung, zugekauft. Nach einiger Anlaufzeit boomt der Markt in Europa und die Mitarbeiter verbessern den Schleifer kontinuierlich. Für die Entwicklung der Flex Giraffe „GE 5 R“ saß ein größeres Team zwei Jahre lang zusammen. Die Mühe hat sich gelohnt: Herausgekommen ist 2014 ein Produkt, das sowohl mit dem Red Dot Design Award ausgezeichnet wurde, als auch für die beste Marke und das beste Produkt mit dem Plus X Award geehrt wurde.

Das Erfolgsgeheimnis ist einfach: „Wir beschränken uns auf Nischenmärkte, in denen wir wirklich gut sind. Unsere hohen Marktanteile bei den Langhalsschleifern und Polierern zeigen, dass das funktioniert“, verrät Ditsche.

Firma findet zu den Wurzeln zurück – zur flexiblen Welle

Im Jahr 2013 stellt sich mit der Übernahme durch den chinesischen Elektrowerkzeughersteller Chervon die Frage: Ist das das Ende der schwäbischen Traditionsmarke? Ditsche sieht hierin jedoch keine Niederlage, sondern einen Gewinn: „Für Flex bietet die Zusammenarbeit große Möglichkeiten zur Produktentwicklung. Chervon hat mehr Entwicklungsingenieure als wir Mitarbeiter. Insgesamt operiert unser Unternehmen weiterhin in hohem Maße unabhängig und mit der Flexibilität eines deutschen Mittelständlers.“ Bei der neuesten Giraffe setzen die Ingenieure auf Altbewährtes und wenden, wie bereits 1954, das Prinzip der flexiblen Welle an.

(ID:43152680)