Leichtbau

Der Weg zum rentablen Faserverbundbauteil

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Bei der Röder Präzision GmbH kommen je nach Anwendung und Bauteilbeschaffenheit verschiedene Möglichkeiten zur Überprüfung von Faserverbundkomponenten zum Einsatz. Die gängigste und auch schnellste Methode zur Kontrolle von dünnwandigen CFK-Bauteilen ist bei Röder Präzision die Thermografie. Mithilfe der speziellen Pulsthermografie wird zum Beispiel getestet, ob sich Luft, Fremdmaterial, Delaminationserscheinungen oder ähnlich geartete Fehlstellen im Werkstück befinden. Für diesen Test wird das CFK-Teil mittels Blitzlampen kurzzeitig erwärmt. Sollte sich kein Fehler im Verbundmaterial befinden, wird die Oberfläche gleichmäßig abkühlen. Ist aber eine Fehlstelle im Laminataufbau versteckt, so bleiben am Ort des Problems wärme Bereiche bestehen, die als sogenannte Hot Spots bezeichnet werden und während des Tests erfasst werden. Dieses thermografische Verfahren wird bei Röder Präzsion schon seit über zehn Jahren erfolgreich für die Untersuchung von Faserverbundbauteilen angewendet. Weitere zerstörungsfreie Prüfmethoden, wie beispielsweise das Ultraschallverfahren, die Eddy Current Inspection oder Magnetfeldtests, komplettieren die Bandbreite von Untersuchungsmöglichkeiten, die das Unternehmen nutzen kann.

Auch in der Serie kommt es noch zu Optimierungsschleifen

Nachdem die Serienfertigung angelaufen ist, kann es trotzdem jederzeit sein, dass am Fertigungsprozess oder am Bauteil selbst noch Optimierungen durchgeführt werden müssen, um das Leistungsniveau des Faserverbundbauteils zu erhöhen, damit es einsatzfähig wird. Es werden in diesem Falle sogenannte „Service Bulletins“ verfasst, in denen die Modifikationen veröffentlicht werden. Da es sich hier um reine Empfehlungen und nicht um sicherheitsrelevante Optimierungen handelt sollte, sind die Betreiber der entsprechenden Bauteile aber nicht dazu verpflichtet, diese durchzuführen.

Sollten dennoch sicherheitskritische Fehler im Bauteil zutage treten, steht aber auch ein Medium zur Verfügung, um diese zu veröffentlichen und das Bauteil als „nicht flugfähig“ zu deklarieren. In solchen Fällen muss das Bauteil dann ausgetauscht oder anforderungsgerecht modifiziert werden. Sollten diese Modifikationen nicht in Gänze durchgeführt werden, verliert das Luftfahrzeug seine Lufttüchtigkeit.

Typische Mängel von Black-Metals vermeiden

Als ein besonders hervorzuhebender Aspekt sei an dieser Stelle noch die Expertise der Röder-Spezialisten beim Thema Weiterentwicklung und Produktverbesserung von Bauteilen genannt. In diesem Zusammenhang betrifft das Können vor allem die Überprüfung von carbonfaserverstärkten Komponenten der ersten Generation, sogenannten Black Metals. Diese sind aus heutiger Sicht oft zu schwer und zu dickwandig. Die Röder-Experten mit ihrem Know-how sind in der Lage, die typischen Mängel dieser Black Metals zu beheben. Röder gewährleistet als versierter Hersteller von Luftfahrtbauteilen außerdem, dass für alle Komponenten noch über drei Jahre nach Außerdienststellung des letzten Luftfahrzeug-(LFZ)-Musters, die vollständigen Dokumentationen den Anwendern des LFZ zugänglich sind.

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