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VDE|FNN

Deutschland 2016: Nur 11,5 Minuten Stromausfall pro Kunde

| Redakteur: Reinhold Schäfer

Infografik: Durchschnittliche Stromunterbrechungsdauer pro Kunde im Fünfjahresvergelich, ohne Fälle höherer Gewalt.
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Infografik: Durchschnittliche Stromunterbrechungsdauer pro Kunde im Fünfjahresvergelich, ohne Fälle höherer Gewalt. (Bild: VDE-FNN)

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Einen neuen Niedrigrekord verzeichnete der VDE|FNN im Jahr 2016 im Vergleich zu den vergangenen 5 Jahren. Insgesamt fiel der Strom in Deutschland 2016 pro Kunde lediglich 11,5 Minuten aus. Aber der Aufwand bei den Netzbetreibern steigt.

Die hohe Zuverlässigkeit des deutschen Stromnetzes entwickelt sich weiter positiv. Das belegt die durchschnittliche Stromunterbrechungsdauer, die sich laut VDE|FNN-Störungs- und Verfügbarkeitsstatistik 2016 auf 11,5 Minuten pro Kunde (2015: 11,9 Minuten) verbessert hat. Grund dafür seien insbesondere die Wetterbedingungen im vergangenen Jahr. Vor allem Gewitter und Sturmfronten hätten sich weniger nachteilig auf die Versorgungszuverlässigkeit ausgewirkt.

Die hohe Qualität der Stromversorgung in Deutschland sei vor allem auch das Ergebnis eines steigenden Aufwands der Netzbetreiber. Denn die Unternehmen würden häufiger Redispatch-Maßnahmen ergreifen, das heißt, sie passen die Einspeisung von Kraftwerksleistung an. Außerdem regeln sie die Einspeisung von Erneuerbare-Energien-Anlagen ab.

Stromnetze werden stark belastet

Stromnetze werden immer häufiger an ihren Grenzen betrieben, weil der Ausbau der erneuerbaren Energien – insbesondere der Offshore-Windenergie – eine stärkere Netzauslastung verursacht. Heike Kerber, Geschäftsführerin des VDE|FNN, erklärt: „Die Verlagerung der Stromerzeugung in lastschwache Regionen fordert die Netze in ihrem aktuellen Zustand sehr stark heraus. Um Engpässe in den Netzen zu beseitigen, müssen Netzbetreiber immer häufiger eingreifen. Die hohe Versorgungszuverlässigkeit wird durch einen enormen Aufwand im Netzbetrieb erkauft. Hier kann man die Zahlen der Bundesnetzagentur zu Aufwand und Kosten für Ausgleichsmaßnahmen heranziehen. Entscheidend ist: Um eine sichere und zuverlässige Stromversorgung zu gewährleisten, muss das Netz weiterentwickelt und - wo nötig - ausgebaut werden.“ Ohne den hohen Ausbildungsgrad und die Lernbereitschaft der Mitarbeiter bei den deutschen Netzbetreibern wäre diese Entwicklung nicht möglich.

Werden Fälle höherer Gewalt berücksichtigt, betrug die durchschnittliche Unterbrechungsdauer pro Stromkunde im Jahr 2016 12,1 Minuten (2015: 15,3 Minuten). Ereignisse höherer Gewalt waren im vergangenen Jahr vor allem die durch starke Regenfälle in Süddeutschland verursachten Hochwasser Ende Mai und Anfang Juni.

Strom fällt im Durchschnitt nur alle 4 Jahre aus

Die Häufigkeit der Versorgungsunterbrechung pro Stromkunde lag 2016 inklusive der auf höhere Gewalt zurückgeführten Ereignisse bei 0,24 Ausfällen (2015: 0,29). Das bedeutet, dass ein Kunde durchschnittlich nur alle vier Jahre mit einem Ausfall rechnen muss.

Ziel der jährlichen VDE|FNN-Störungs- und Verfügbarkeitsstatistik ist es, die Entwicklung der Qualität der Stromversorgung in Deutschland transparent zu machen. Die Basis dafür sind freiwillige, anonymisierte Angaben von Netzbetreibern zu Störungen und Verfügbarkeiten. Die Daten repräsentieren über 75 % des deutschen Stromnetzes.

Weitere Informationen zur VDE|FNN-Störungs- und Verfügbarkeitsstatistik 2016 sind auf der VDE|FNN-Website verfügbar. Die vollständige Unterlage ist im VDE-Shop erhältlich.

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