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Marketing Die aktuellen Trends bei Visitenkarten

| Redakteur: Melanie Krauß

Neben der Website sind Visitenkarten laut einer Umfrage von Vistaprint eines der wichtigsten Marketinginstrumente für Unternehmen. Der derzeitige Trend geht dabei in Richtung ausgefallenes Papier und minimalistische Akzente.

Visitenkarten gehören zu den wichtigsten Marketinginstrumenten von Unternehmen.
Visitenkarten gehören zu den wichtigsten Marketinginstrumenten von Unternehmen.
(Bild: ©ftotti1984 - stock.adobe.com)

Auch in einer stark digitalisierten Geschäftswelt erfüllt die Visitenkarte eine wichtige Aufgabe zur Repräsentation des Unternehmens. Das hat eine aktuelle, repräsentative Umfrage im Auftrag von Vistaprint unter 500 Kleinunternehmern in Deutschland gezeigt: Bei der Frage nach den wichtigsten Marketingmitteln rangiert die Visitenkarte auf Platz 2 hinter der Unternehmenspräsenz im Netz.

Auf welche Details Unternehmer und Gründer bei der Gestaltung ihrer Visitenkarte setzen, das hat der Marketing- und Druckexperte Vistaprint zudem die Besucher der Deutschen Gründer- und Unternehmertage (Degut) testen lassen. Das Ergebnis: elegantes Understatement mit feinen haptischen Akzenten durch besondere Papiersorten und Veredelungen sind für 80 % spannender als ein ausgefallenes Format, auffälliges Design oder umfassende Inhalte.

Die 70 befragten Unternehmer und Gründer haben auf der Degut-Messe Papierstärken, Papiersorten und Oberflächenstrukturen von Visitenkarten blind beurteilt, anschließend ihre Format-, Design- und Farbfavoriten sehenden Auges ausgewählt und auch die für sie wichtigsten Inhalte benannt. Dabei hat sich klar gezeigt: Bevor Unternehmer sich von der Konkurrenz abheben wollen, muss die Visitenkarte zunächst einige praktische Standards erfüllen.

Zum Beispiel bei der Papierstärke: „Der Empfänger soll sie lange nutzen können, ohne dass sie abgegriffen aussieht. Mit einem zu dicken Papier nimmt die Karte allerdings zu viel Raum ein“, erklärt eine Gründerin, die sich in der Filmbranche selbstständig macht. 81 % bevorzugen deshalb hochwertiges, stabiles Papier in mittlerer Stärke. Auch beim Format setzen mehr als 80 % der Befragten auf die klassische Scheckkartenform mit der pragmatischen Begründung „Es passt einfach in jeden Visitenkartenstapel.“

Mutiger werden die Gründer und Unternehmer auf der Berliner Messe, wenn es um feine Unterschiede beim Papier geht. Sie wollen mit besonderen Strukturen und Veredelungen Akzente zu setzen: Mehr als 55 % greifen zu Leinenpapier, das als elegant und hochwertig bewertet wurde, oder Kraftpapier, auch als Naturkarton bekannt, das eine hohe Festigkeit besitzt und bei den Befragten für Umweltbewusstsein steht. Haptische Veredelungen mit Spotlack wurden von 40 % favorisiert und auf rein optische Akzente mit Perlglanz, Hochglanz oder Metallic-Effekten setzt ein Fünftel der Befragten.

Bei der Auswahl der wichtigsten Inhalte für eine Visitenkarte wurde deutlich, dass die Karte für viele Unternehmer und Gründer ein langlebiges Produkt und eine analoge Ergänzung zur Website ist: „Hier sollten vor allem Informationen stehen, die sich nicht schnell ändern. Meine Adresse würde ich nicht mit aufnehmen, denn wer weiß, wie lange ich am aktuellen Standort bleibe“, begründet ein IT-Spezialist seine Entscheidung und ein Gründer aus der Kommunikationsbranche ergänzt: „Für mich ist neben Namen und Logo vor allem die Website wichtig: Dort stehen immer alle aktuellen Kontaktdaten.“ Insgesamt haben sich 87 % der Befragten für eine Visitenkarte mit reduzierten Inhalten und eher wenigen Kontaktdaten ausgesprochen: E-Mail-Adresse, Telefonnummer und Website gehören für sie auf jeden Fall dazu.

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