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Auch bei Schraubwerkzeugen gilt die Energieeffizienz
Beide Punkte werden nicht so sehr vom Schraubfall selbst bestimmt, sondern hängen vom Stellenwert ab, der diesen Themen in den Unternehmen beigemessen wird. Hier fällt beispielsweise die Entscheidung, ob ein neues System ausgewählt wird, das in der Regel energieeffizienter und leichter, aber auch teurer ist, oder das kostengünstigere Vorgängermodell. „Der Faktor Energieeffizienz ist ein Hauptgesichtspunkt bei unseren Produktneuentwicklungen“, erklärt der Produktmanager. „Beispielsweise haben wir Energiesparmodi bei unseren Steuerungen, wir arbeiten mit Bildschirmschonern und können Displays an den Schraubwerkzeugen ausschalten.“ Die Werkzeuge würden zudem immer effizienter: „Unser neuestes System, der Power Focus 6000 und der dazugehörige Tensor STR, benötigt bei gleicher Leistungsfähigkeit 10 %weniger Energie als der Vorläufer.“ Lässt die Schraubfallklasse sowohl einen Druckluft- als auch einen Elektroschrauber zu, müssen ebenfalls Energieeffizienz und Kosten gegeneinander abgewogen werden. So benötigen letztere zwar bis zu 90 % weniger Energie, schlagen aber auch mit deutlich höheren Investitionskosten zu Buche. „Die Amortisationszeit spielt hier eine wichtige Rolle; sie muss individuell berechnet werden“, erklärt Aichele. „Dann kann man feststellen, ab wann sich ein Elektroschrauber von den Lebenszykluskosten her rechnet. Das hängt beispielsweise von der geplanten Lebensdauer des Werkzeugs ab und von der Frequenz, mit der es zum Einsatz kommen soll.“ Allerdings gebe es auch Anwendungen, die von den Anforderungen her so gering seien, dass ein Elektroschrauber „over-engineered“ wäre, weil die zahlreichen Features, die diese Werkzeuge heute bieten, gar nicht notwendig seien. „Da geht es ganz einfach darum, eine Schraube einzudrehen“, meint der Atlas-Copco-Experte, „und für diese Anwendungen reicht ein Druckluftwerkzeug völlig aus.“
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