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Große Beachtung findet die Ergonomie
Laut Aichele ist heute wegen des demografischen Wandels auch der Faktor Ergonomie ein ganz wichtiges Thema. „Die Belegschaft wird älter und dem muss ein Unternehmen Rechnung tragen“, berichtet der Produktmanager. „Von Volkswagen gibt es beispielsweise eine Studie, die besagt, dass in zehn Jahren die Hälfte der Belegschaft älter als 50 Jahre sein wird. Das sind alles sehr gut ausgebildete Mitarbeiter, auf die man nicht verzichten möchte. Nur stoßen sie eben körperlich eher an ihre Grenzen als Kollegen, die zwanzig oder dreißig Jahre jünger sind. Entsprechend will man sie mit besserer Technik und Arbeitsplatzorganisation entlasten.“ Das komme auch den jüngeren Kollegen zugute. Neben der Frage, ob Dokumentationsfähigkeit benötigt wird, muss an dieser Stelle geklärt werden, ob eine eigene Produktionssoftware vorhanden ist, an die das Schraubsystem angekoppelt werden kann oder muss. Auf dieser Basis kann das System ausgewählt werden. Wird der Einsatz eines Druckluftwerkzeuges geplant, muss dafür ein entsprechendes Leitungsnetz vorhanden sein. Fehlt dieses, spricht auch der geringere Installationsaufwand für Elektrowerkzeuge.
Spätestens jetzt sollte man dem Schraubtechnikanbieter einen Blick auf den geplanten Arbeitsplatz gewähren. Er kann dann vor Ort klären, wie die Schrauben zugänglich sind und wie der Werker zum Bauteil steht. Auf dieser Basis wird festgelegt, ob Abstützungen, Gegenhalter oder ein Handling-Arm benötigt werden oder nicht. Ferner entscheidet sich hier, welches die optimale Bauform für das Werkzeug ist. „Mit einem Stabwerkzeug kann ich Drehmomente bis etwa vier oder fünf Newtonmeter von Hand verschrauben“, erklärt Aichele. „Mit dem Pistolenschrauber sind noch etwa 10 bis 12 Nm ergonomisch in Ordnung und mit dem Winkelschrauber, abhängig von der Baugröße, 30 bis 50 Nm.“ Bei allen Anwendungen, die darüber hinausgingen, müssten die Werkzeuge in einer Halterung fixiert werden.
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