Sauber verbunden

Die E-Mobilität verlangt zur technischen Sauberkeit auch die Dichtheit

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Problem: Restmagnetismus und Schmutzpartikel sind quasi unsichtbar

Reinheit bedeutet im Prinzip die Abwesenheit von störenden Partikeln bis zu einem gewissen Grad, merkt Arnold an. Das Ziel sei daher mit Blick auf die Kundenanwendung immer das Herstellen eines gewissen Sauberkeitsgrades. Bei Arnold hat man Erfahrung. Die Spezialisten können deshalb recht genau sagen, was technisch machbar ist und wo die Grenze liegt. Die Hauptaufgabe ist es dabei immer, die Produkte zu reinigen, zu analysieren und den Sauberkeitsgrad bis zum Kunden zu konservieren.

Außer Sauberkeitsanalysen ist bei Arnold aber auch die Betrachtung des Restmagnetismus möglich. Die Bauteile können vor der Reinigung nämlich entmagnetisiert werden, was den Reinigungsgrad erhöht. Gleichzeitig werden eventuelle Anforderungen an den Restmagnetismus erfüllbar. Die Schmutzpartikel, von denen die Rede ist, sind übrigens so klein, dass sie mit dem bloßen Auge in den meisten Fällen nicht zu erkennen sind. Außerdem sieht man den Bauteilen nicht an, ob sie magnetisch sind.

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Für die Sauberkeitsanalyse ist es dann wichtig, die konkret vorhandene Partikelbelastung der Bauteile zu erfassen. In einem sogenannten Extraktionskabinett werden bei Arnold dabei die Schmutzpartikel vom Bauteil abgelöst und aufgefangen. Für die anschließend erforderliche Auswertung gibt es verschiedene Methonden. Möglich ist zum Beispiel die Auswertung mit einem Lichtmikroskop, mit dem Länge und Breite der Schmutzpartikel ermittelt und diese nach metallisch glänzend und nicht metallisch glänzend klassifiziert werden können. Mit einer Laborwaage können Aussagen zur Masse der Partikel getroffen werden. Neu bei Arnold ist dafür ein Rasterelektronenmikroskop hinzugekommen. Damit kann genau ermittelt werden, aus welchen chemischen Elementen sich ein Schutzpartikel zusammensetzt. Außerdem lassen sich Rückschlüsse auf die Schmutzquellen ziehen. Zusätzlich steht ein Prüfgerät zur Verfügung, dass den oben genannten Restmagnetismus messen kann.

Der Blick auf die komplette Wertschöpfungskette ist nötig

Insbesondere stehen Dichtheitsapplikationen wie Batteriekästen, End- oder auch Anschlussmontagen bei diesem Themenkomplex im Fokus. Auch in der Elektronikbranche hat es große Bedeutung, wenn es zum Beispiel um Leiterbahnen geht, die eng aneinander liegen. Und für ölführende Systeme sowie für die Sensortechnik beim autonomen Fahren sind saubere Verbindungselemente ebenfalls unabdingbar. Auch komplexe Multifunktions- und Mehrstufenbauteile – man denke an die bei Arnold gefertigten Conform-Next-Teile – können in diese Sauberkeitsbetrachtungen einbezogen werden.

Ziel der Clean-&-Tight-Untersuchungen bei Arnold ist es foglich auch, eine verlässliche Bewertung der Dichtheit der Verbindungselemente in Bezug auf Kundenapplikationen zu gewährleisten. Dazu gehören auch Aussagen dazu, wie dicht die Bauteile unter Langzeiteinflüssen wie Korrosion oder klimatischen Belastungen bleiben. Aus all diesen Untersuchungen lässt sich dann ableiten, welche Verbindungsart welche Dichtheitsanforderungen erfüllt. Der Kunde werde während der ganzen Entwicklungsphase von Arnold begleitet, damit Fehler frühzeitig erkannt werden, um die beste Verbindungsmöglichkeit zu erreichen.

Doch wie viel Sauberkeit ist für eine verlässliche Verbindung gut genug? Die Sauberkeit wird nämlich bereits im Konstruktionsprozess festgelegt. Die saubere Schraube allein ist dabei längst nicht alles. Auch die Verarbeitung, der innerbetriebliche Transport und das Teilehandling müssen miteinbezogen werden. Das heißt, dass beim Thema Clean & Tight der gesamte Wertschöpfungsprozess bis zur fertigen Verbindung betrachtet werden muss.

Arnold hat mit Cleancon außerdem ein mehrlagiges patentiertes Verpackungskonzept zum Erhalt des Sauberkeitsgrades der Verbindungselemente geschaffen, welches alle Prozessschritte von der Entwicklung über die Produktion bis hin zur Auslieferung abdeckt. Mit Blick auf die Verpackung arbeite man derzeit auch noch an einer umweltfreundlichen Variante.

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