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VDMA-Forum Spanntechnik zur Metav 2020 Die Spanntechnik bewegt sich in cyberphysikalische Sphären

| Autor/ Redakteur: Nikolaus Fecht / Peter Königsreuther

VDW und VDMA registrieren einen Wandel in der Spannmittelbranche. Aufbauend auf bestehenden Innovationen wird der Sektor immer digitaler, heißt es. Was das heißt, verraten Experten im Rahmen einer Sonderveranstaltung.

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Präzisionsbearbeitung steht und fällt auch mit der Werkstückeinspannung. Die Zukunft wird jedoch cyberphysikalisch, sagen die Metav-Veranstalter. Das Topic „Innovationen dank digitaler Transformation“ beschreibt deshalb das VDMA-Forum Spanntechnik, das am 11. März 2020 von 9:30 Uhr bis 13:30 in Halle 1 im 1. OG, in Raum 15 auf dem Messegelände Düsseldorf stattfinden wird.
Präzisionsbearbeitung steht und fällt auch mit der Werkstückeinspannung. Die Zukunft wird jedoch cyberphysikalisch, sagen die Metav-Veranstalter. Das Topic „Innovationen dank digitaler Transformation“ beschreibt deshalb das VDMA-Forum Spanntechnik, das am 11. März 2020 von 9:30 Uhr bis 13:30 in Halle 1 im 1. OG, in Raum 15 auf dem Messegelände Düsseldorf stattfinden wird.
(Bild: Kekeisen)

Zwei Wege geht die Helmut Diebold GmbH & Co. Goldring-Werkzeugfabrik aus Jungingen auf der Metav 2020 in Düsseldorf. Zum einen will das Unternehmen aktuelle Innovationen wie die Schrumpftechnik, modulare Aufnahmen oder das Ultrajet-Kraftspannfutter vorstellen. Zum anderen dient die Messe dem Unternehmen als Forum für Weiterentwicklungen. „Wir sind momentan mit Industrie 4.0 auf dem Gebiet Digitalisierung sehr aktiv“, betont Prokuristin Martina Diebold dazu. Einen ersten Vorgeschmack gebe es nun bereits auf der Metav 2020 zu kosten.

Die Nachfrage nach digitalen Lösungen habe in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. So ließe sich der Bearbeitungsprozess mit einer gläsernen Produktion, bei der jeder den Standort eines Werkstücks kennt, besser handhaben. „Die Digitalisierung erspart langes Suchen“, nennt Diebold einen wesentlichen Vorteil. So lassen sich natürlich längere Maschinenstillstände elegant vermeiden, sagt der Experte.

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Die gläserne Produktion muss kommen

Diese Entwicklung gehe einher mit einer Dezentralisierung, bei der die Intelligenz direkt an der Maschine gefragt ist. Deshalb werde sich auch die Spanntechnik zu cyberphysikalischen Betriebsmitteln entwickeln. Ein Prozess, wie es weiter heißt, den auch der OPC-UA-Standard und die darauf basierende universelle Schnittstelle umati des VDW (Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) beflügeln.

Im Kommen ist bei den Süddeutschen außerdem das Baukastenprinzip: Im Mittelpunkt steht eine zentrale Grundaufnahme, die sich mit verschiedenen Aufsätzen zu individuellen Spannmitteln kombinieren lässt, erklärt Diebold. Für das System spreche der zweiteilige Aufbau, der Schwingungen dämpft und so die erreichbare Qualität bei der Zerspanung erhöht, heißt es weiter. Diebold merkt an: „Nur mit derartigen Innovationen werden wir uns auch im Falle eines Wirtschaftsabschwungs behaupten können.“

Die Industrie-4.0-Möglichkeiten sind längst nicht ausgereizt

Die zunehmende Digitalisierung der Spannvorrichtungen ist auch ein wichtiges Thema bei der Hainbuch GmbH aus Marbach bei Ludwigsburg: Dieser Trend spiegelt sich aktuell in einer smarten Produktpalette wider, die von standardisierten Schnellwechsel-Schnittstellen, Plug-and-play-Spannkraftmessgeräten mit integrierter Software bis zum smarten Spannsystem reicht, zählt Hainbuch auf. „Die Felder der digitalen Transformation sind noch längst nicht alle bestellt“, blickt Konstruktionsleiter Alfred Hillinger in die Zukunft. Für ihn sei ganz klar, dass Industrie 4.0 noch mehr Fahrt aufnehmen wird. Das zeige sich auch in den Exponaten, die Hainbuch vom 10. bis 13. März im Rahmen der Metav 2020 vorstellen werde.

Die komplette thematische Bandbreite behandelt nicht zuletzt das Forum Spanntechnik der VDMA Präzisionswerkzeuge: Unter der Moderation von Peter Tausend (WTE Präzisionswerkzeug GmbH) und Philipp Ehrhardt (Römheld GmbH) geht es in sechs Vorträgen um „Spanntechnik – Lösungen für Megatrends“. Behandelt werden beispielsweise die Fragen, ob hochqualitative Werkzeugspanntechnik Kosten verursacht oder diese beeinflusst (Haimer GmbH), und wie sich Nullpunkt-Spanntechnik beim 3D-Druck einsetzen lässt (Andreas Maier GmbH). Anmelden können Sie sich zum VDMA-Forum Spanntechnik noch bis zum 23. Februar HIER

Sensoren und Elektronik spielen dabei eine tragende Rolle

Das Zusammenspiel mit Sensorik und Elektronik spielt – mit Blick auf die digitale Transformation – gleich mehrmals an diesem Mittwochvormittag eine Rolle: etwa beim feinfühligen, intelligenten Werkzeughalter der Heuchelheimer Schunk GmbH, bei den intelligenten und serialisierten Werkzeugsystemen für die vernetzte Fertigung von Morgen (Mapal Dr. Kress) oder der Verbesserung der Produktqualität durch sensorische Prozesskontrolle (Römheld GmbH). Mit Blick auf diese Beispiele für Metallbearbeitung und Industrie 4.0 fragt Prof. Berend Denkena, Leiter des Instituts für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) der Leibniz Universität Hannover und Vizepräsident der WGP (Wissenschaftlichen Gesellschaft für Produktionstechnik), auf dem VDMA-Forum Spanntechnik provokativ: „Metallbearbeitung trifft Industrie 4.0 –Vergangenheit trifft Zukunft?“

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