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Ersatzteilmanagement

Digitalisierte Ersatzteilläger als Grundlage moderner Instandhaltung

| Redakteur: Beate Christmann

Das IT-Unternehmen IFCC unterstützt seine Kunden beim Ersatzteilmanagement. Einen wesentlichen Teil der Arbeit bildet die systematische Digitalisierung der Ersatzteilläger.
Das IT-Unternehmen IFCC unterstützt seine Kunden beim Ersatzteilmanagement. Einen wesentlichen Teil der Arbeit bildet die systematische Digitalisierung der Ersatzteilläger. (Bild: IFCC)

Das IT-Unternehmen IFCC unterstützt Unternehmen bei der Digitalisierung von Ersatzteillägern. Predictive Maintenance, also eine vorausschauende Instandhaltung, kann nach Ansicht von IFCC in Zeiten von Industrie 4.0 nur funktionieren, wenn auch das Ersatzteilmanagement digitalisiert und dessen Daten im Enterprise-Resource-Planning-System implementiert sind.

Eine effiziente Instandhaltung in Zeiten von Industrie 4.0 kann nur funktionieren, wenn Ersatzteile verfügbar und von den Mitarbeitern leicht auffindbar sind. Dazu müssen Ersatzteilläger nicht nur digitalisiert, sondern dessen Daten auch in das Enterprise-Resource-Planning-System (ERP-System) eingespeist sein – dieser Überzeugung ist zumindest das IT-Unternehmen IFCC. Dementsprechend organisiert es für seine Kunden die Digitalisierung von Ersatzteillägern.

„Beschreibungen für Teile sehr unsystematisch“

„Die vorgefundenen Situationen vor der Lagererfassung sind sehr verschieden und reichen von unaufgeräumten Lägern bis hin zu solchen, die strukturiert und deren Ersatzteile in eigenen Datenbanken angelegt sind. In allen Fällen aber verfügen diese Teile nur über einen Kurztext, diese sind ungleichförmig und teilweise unvollständig – das wiederum führt zu Dubletten im System, die zu einer höheren Kapitalbindung und ebenfalls höheren Lagerhalterungskosten führen“, zeigt Dr. Ulrich Manz, Gründer und Gesellschafter von IFCC, die Schwierigkeiten auf, mit denen sich seine Mitarbeiter auseinandersetzen.

Dabei läge das größte Problem darin, dass nach den Ersatzteilen in einem ERP-System so nicht wirklich gesucht werden könne. Die Gründe sind vielfältig: So werden unterschiedliche Bezeichnungen für das gleiche Teil verwendet (beispielsweise Näherungsschalter, Initiator, Sensor) oder die Syntax der Artikelbezeichnungen ist nicht gleich (zum Beispiel mit oder ohne Trennzeichen). „Hier greift die Suchfunktion des IFCC-Data-Managers, der diese syntaktischen Probleme ignoriert“, betont Ayhan Bulut, Geschäftsführer von IFCC.

Ersatzteilmanagement erfordert betriebswirtschaftliche Analysen

Das moderne Ersatzteilmanagement der Lagerhaltung erfordere betriebswirtschaftliche Analysen, die durch unstrukturierte und nicht auswertbare Produktstammdaten nicht möglich seien, ist sich Bulut sicher. Hierfür habe man eine Software und ein sehr differenziertes Prozessmanagement entwickelt. Da es sich bei der Software um eine Cloudanwendung handelt, könne man sowohl vor Ort als auch von der Home-Base aus arbeiten.

„Der Ablauf ist sehr fein getaktet: IFCC Mitarbeiter erfassen im Lager die Teile mit ihren Basismerkmalen (Herstellername, Hersteller-Artikel-Nr.) und erstellen Fotos von den Teilen und Dokumenten,“ erläutert Julio C. Zamora V., Projektleiter Stammdaten- und Ersatzteilmanagement bei IFCC. Die technische Beschreibung (beispielsweise Länge, Höhe oder Werkstoff) werde dann zu großen Teilen, nahezu zeitgleich durch fachkundige Kollegen in der IFCC-Zentrale durchgeführt.

Cloudanwendung ermöglicht ständige Statuskontrolle

Wichtig sei zudem, dass solche Lagererfassungsprojekte nahezu generalstabsmäßig vorbereitet würden. Die Läger würden besichtigt und dabei das entsprechende Sortiment identifiziert. In einem weiteren Schritt werde die Instandhaltungsklassifikation für dieses Unternehmen erstellt. In Abstimmung mit den Kunden würden sogenannte Sachmerkmalsleisten entwickelt, wobei die Anforderungen der technischen und betriebswirtschaftlichen Prozesse des jeweiligen Unternehmens leitend seien. Der Kunde könne sich außerdem jederzeit über den aktuellen Projektfortschritt und über die erzeugte Stammdatenqualität informieren, indem er sich über die entsprechenden Module in die Cloudanwendung einloggt.

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