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Metav 2016 Durchgängige Prozesskette beschleunigt Produktentwicklung

| Redakteur: Stefanie Michel

Eine smarte Fabrik benötigt durchgängige Prozessketten vom Design über die Fertigung bis hin zur Logistik. Doch hierfür müssen auch alle Prozesse vernetzt sein und miteinander kommunizieren können. Siemens zeigt auf der Metav, welche Lösungen es dafür gibt, wie sie sich umsetzen lassen und wie Unternehmen davon profitieren können.

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Mit einem Integrated Engineering-Ansatz bei der Maschinenentwicklung können Firmen entlang der gesamten Prozesskette ihre Entwicklungszeit um bis zu 30 % reduzieren.
Mit einem Integrated Engineering-Ansatz bei der Maschinenentwicklung können Firmen entlang der gesamten Prozesskette ihre Entwicklungszeit um bis zu 30 % reduzieren.
(Bild: Siemens)

Digitale CAD/CAM-CNC-Prozessketten in komplexe Anlagen versprechen dem Anwender, dass er schneller konstruieren und flexibler auf Kundenanforderungen eingehen kann. Dabei unterstützen virtuelle Maschinen die Arbeitsvorbereitung. Konkrete Lösungen, wie eine digitale Prozesskette aussehen kann, wird beispielsweise Siemens auf der Metav 2016 präsentieren. Was genau, darüber sprachen wir mit Joachim Zoll, Leiter des Geschäftssegments Machine Tool Systems.

Herr Zoll, wie stellen Sie sich die durchgängige Prozesskette in der Fertigung der Zukunft aus?

Wir sehen, dass die horizontale und vertikale Integration zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die horizontale Integration steht für durchgängige CAD/CAM-CNC-Prozessketten, bei denen bereits im Produktdesign mithilfe von entsprechender CAD-Software erste Optimierungen vorgenommen werden können. Der sogenannte digitale Zwilling der Werkzeugmaschine – also ein virtuelles Maschinenmodell, das auf den Konstruktionsdaten basiert – kann schließlich in die Prozesskette zur steuerungsspezifischen Simulation der Bearbeitungsschritte integriert werden. Der Vorteil: Neu geplante Werkstücke können virtuell am PC eingefahren werden, während die reale Maschine noch andere Teile produziert. Zudem unterstützen wir unsere Kunden mit Vernetzungslösungen, um die Effizienz in der Fertigung zu erhöhen.

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Sie unterstützen die Anwender auch mit Vernetzungslösungen. Wie sehen diese aus?

Hier geht es um eine zentrale Datenhaltung, Werkzeugmanagement und Auftragsverwaltung auf der einen Seite. Auf der anderen Seite lassen sich durch unsere Lösungen Zustandsdaten erfassen und eine Fernwartung realisieren. Außerdem bietet unsere Steuerungssoftware Schnittstellen zu übergeordneten Anwendungen wie einer Kollaborationsplattform oder einem MES. So entsteht eine durchgängige, vertikale IT-Integration – von der Werkzeugmaschine bis in die Leitebene.

Konstruieren, Modellieren, Programmieren, Simulieren, Produzieren – sind das die Bausteine der idealen Prozesskette?

Im Wesentlichen ist zwischen unserem Integrated Engineering-Ansatz für Maschinenbauer und der CAD/CAM-CNC-Prozesskette für die Maschinenbetreiber zu unterscheiden. Der Maschinenbauer beginnt mit einem Design seiner Maschinen, dem Systems Engineering. Darauf folgt das Concept Design, aus dem dann die Konstruktion und das Engineering für Mechanik, Elektrik und Automatisierung hervorgehen. Mit unserem Integrated-Engineering-Ansatz können Maschinenbauer den Ablauf von der Idee übers Konzept bis hin zur Maschinenentwicklung heute schon digital abbilden und optimieren. Somit kann die Maschine früher am Markt sein.

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