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Kühlung EC-Ventilatoren: Die große Kälte kommt in den Markt

| Autor / Redakteur: Katrin Lindner / Sebastian Hofmann

Bohn ist ein Kältetechnikexperte auf dem mexikanischen Markt. In seiner neuen Generation von Schockfrostern setzt das Unternehmen auf EC-Technik.

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320.000 m­3­ in weniger als fünf Stunden auf 35 °C unter null bringen? Dabei unterstützen Axialventilatoren von Ebm-Papst.
320.000 m­3­ in weniger als fünf Stunden auf 35 °C unter null bringen? Dabei unterstützen Axialventilatoren von Ebm-Papst.
(Bild: Ebm-Papst )

Jeder kennt das Surren von Tiefkühltruhen in Supermärkten. Was technisch dahintersteckt? Darüber machen sich nur die wenigsten Gedanken. Dabei geht es um alles oder nichts: Hält die Kühlkette oder wird sie unterbrochen? Die Temperatur im Inneren der Geräte darf nie über -18 °C steigen. Bei der Herstellung von Tiefkühlkost kommt deshalb das Schockfrostverfahren zum Einsatz. Es kühlt die Lebensmittel in sehr kurzer Zeit auf die entsprechenden Temperaturen. In sogenannten Kaltluftgefrierern kommt es sogar zu eisigen Luftströmen bis zu -40 °C.

Das Unternehmen Bohn stellt für seine Kunden die Komponenten solcher Kältekreisläufe her. Der mexikanische Spezialist im Bereich der Kältetechnik verkauft an Lebensmittellogistiker verschiedene Anlagen für Lagerhäuser, Kühlräume, -container und -fahrzeuge. Dabei steht er vor der Herausforderung, viel Luft schnell zu kühlen. Zum Beispiel soll die Temperatur in einer 320.000 m3 großen Halle – 200 m lang, 80 m breit und 20 m hoch – von 20 °C in weniger als zwei Stunden auf -20 °C fallen. In den darauffolgenden drei Stunden kühlt der Raum weiter ab bis auf -35 °C.

Axialventilatoren fördern bis zu 50.000 m3 pro Stunde

Seit 2016 stattet Bohn seine Schockfrostverdampfer für diese Aufgabe mit EC-Ventilatoren von Ebm-Papst aus. Geeignet ist der Mitteldruck-Axialventilator, denn der ist groß, effizient und steuerbar und hat eine große Wurfweite. Mit seinem Durchmesser von 1120 mm kann er pro Stunde eine Luftmenge von bis zu 50.000 m3 bei einem Gegendruck von 200 bis 550 Pa fördern. Um die Luft in der riesigen Lagerhalle zu bewegen, sind an den Hallenseiten drei Verdampfer direkt unter der Decke montiert. In jedem drehen sich drei Ventilatoren, insgesamt 18 Stück. Sie liegen sich gegenüber, sodass sie mit ihrer Wurfweite von je 40 m jeden Winkel der Halle erreichen. Fühler überwachen die Temperatur, die Aktivität der Ventilatoren kann entsprechend angepasst werden. Über diese technisch anspruchsvolle Konstruktion verraten die Lebensmittel in der Supermarkt-Tiefkühltruhe natürlich nichts.

* Katrin Lindner ist Referentin Fachpresse bei Ebm-Papst in 74673 Mulfingen, Tel. (0 79 38) 81-0, info1@de.ebmpapst.com

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