Maschinenverkleidung Edelstahldesign macht Hightech von außen sichtbar

Autor / Redakteur: Jochen Menge und Jürgen Fürst / Josef-Martin Kraus

Eine Edelstahlverkleidung erfüllt im Maschinenbau zwei Aufgaben: Einerseits vermittelt sie Hochwertigkeit, ohne viel Einblick in die Maschine zu geben. Andererseits ermöglicht Edelstahl bei planen Oberflächen und großen Übergangsradien, die Blicke des Maschinenbedieners auf das Wesentliche zu lenken. Beide Aufgaben hat eine Edelstahlverkleidung nun bei einem CNC-Bearbeitungszentrum für Werkzeuge erfüllt.

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Bild 1: Bearbeitungszentrum aus einem Automatisierungsmodul (Mitte) und zwei Schleifmodulen zur Werkzeugbearbeitung. Die Edelstahlverkleidung vermittelt Hochwertigkeit, ohne großen Einblick in die Maschinentechnik zu geben.
Bild 1: Bearbeitungszentrum aus einem Automatisierungsmodul (Mitte) und zwei Schleifmodulen zur Werkzeugbearbeitung. Die Edelstahlverkleidung vermittelt Hochwertigkeit, ohne großen Einblick in die Maschinentechnik zu geben.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit dem neuen automatischen Werkzeugbearbeitungszentrum Flexus bietet die Feinmechanik Michael Deckel GmbH & Co. KG sicher das Maximum des derzeit technisch Machbaren. Das liegt jedoch nicht nur an den High-End-Techniken für CNC-gesteuertes Werkzeugschleifen, zum Beispiel am derzeit schnellsten Schleifkörperwechsler am Markt. So beeindruckt das Bearbeitungszentrum auch mit einem außergewöhnlichen Design, das von Anfang an Teil der Gesamtkonzeption gewesen ist. Dazu wurde mit Werner Scholpp einer der renommiertesten Industriedesigner beauftragt. Umgesetzt hat das Design die Hubl GmbH, Gündelbach, die sich bei Maschinenverkleidungen auf die Bearbeitung von Edelstahlblechen spezialisierte (Bild 1).

Ziel dieses Designkonzepts ist es, die hochwertigen Prozesse und Systeme des Bearbeitungszentrums auch äußerlich sichtbar zu machen. Deshalb sollten das Design und der Werkstoff der Maschinenverkleidung genauso unverwechselbar sein, wie die Technik im Innern. Dabei darf das Design jedoch nicht die Maschinenfunktionalität beinträchtigen. Die Funktionalität muss sehr hoch bleiben. So müssen die automatischen Flügeltüren zwischen dem Automatisierungs- und Schleifmodul absolut dicht schließen, damit kein Kühlwasser in die Handlingeinheit gelangt.

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Die Verkleidung wurde komplett aus Edelstahlblechen gefertigt. Das Maschinendesign drückt die Präzision, die Hochwertigkeit und die Bedienungsfreundlichkeit der Maschine auf den ersten Blick aus. Dass dies sehr gut gelungen ist, wird jedem klar, der die Maschine betrachtet. Als das Bearbeitungszentrum auf der Weltmesse EMO 2007 in Hannover erstmals gezeigt wurde, blieben viele Messebesucher fasziniert am Stand des Maschinenherstellers stehen.

Mehrerere tausend Blechteile fertigungsgerecht konstruiert

Dieses Bearbeitungszentrum zum CNC-gesteuertem Herstellen und Schleifen von Zerspanwerkzeugen basiert auf einer skalierbaren Maschinenkonzeption. Sie kann als Einzel- oder Doppelmaschine ausgelegt werden. Basis dafür ist die Modulbauweise. Ein Automatisierungs- und zwei Schleifmodule stehen für die kundenspezifische Auslegung zur Verfügung. So können mit der Doppelmaschine unterschiedliche Werkstücke geschliffen werden oder zwei Bearbeitungsgänge parallel ablaufen. Damit wird ein breites Spektrum an automatischen Sonderschleifaufgaben abgedeckt. Die Doppelmaschine eignet sich besonders zur Bearbeitung komplexer Werkzeuge, zum Beispiel Wende- und Einstechplatten.

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