Maschinenverkleidung

Edelstahldesign macht Hightech von außen sichtbar

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Solch komplexe Technik sollte von außen schön aussehen, obwohl bis zur Maschinenpräsentation auf der EMO 2007 nur neun Monate Zeit zur Verfügung standen In dieser Zeit wurde ein Designkonzept umgesetzt, dass einerseits die komplexe Technik verdeckt und die Konzentration des Maschinenbedieners ausschließlich auf die Bedienelemente lenkt. Andererseits muss es konstruktiv und fertigungstechnisch lösbar sein.

Bei Hubl wird mit dem CAD-Programm Pro Engineer konstruiert, das um das Blechbearbeitungsmodul Sheet Metal ergänzt ist. So können mit einem einzigen CAD-Programm komplette, fertigungsgerechte Lösungen entwickelt werden. Das spart Zeit und Kosten – vor allem aufgrund der großen Anzahl an Baugruppen, die man für das Bearbeitungszentrum konstruieren musste. Dabei kamen mehrere tausend Einzelteile und hochkomplexe Baugruppen zusammen, deren termingerechte Fertigung nur aufgrund der fertigungsgerechten Konstruktion auf Basis der Software möglich war.

Bedienfreundlichkeit wurde sichtbar gemacht

Die gesamte Maschine ist als kompakte, geschlossene Einheit ausgeführt, die lediglich durch einheitlich große Fugen zwischen den Verkleidungselementen unterbrochen wird. Um eine plane Oberfläche zu erzeugen, wurden Türsysteme entworfen, die sich ohne Rücksprünge einfügen lassen. Eine große Herausforderung für die Fertigung waren die Übergangsradien an den Eckleisten und Abschlussteilen (Bild 2). Sie bestehen aus 2R-Edelstahl (3D-Spiegelblech). Auch die vertikalen Verkleidungsteile aus senkrecht gebürstetem Edelstahl 1.4301 haben komplexe Geometrien, deren Fertigung zunächst konstruktiv gelöst werden musste.

Diese Designelemente sind für den visuellen Eindruck extrem wichtig. Gerade die klaren Linien, die von den Eckleisten an den Kanten, den vertikalen Fronten und den rechten Winkeln betont werden, erzielen den gewollten Effekt, dass sich alles ganz einfach präsentiert. Die Blicke des Betrachters und somit des Maschinenbedieners werden so auf die Bedienterminals sowie die Griffleisten der Schiebetüren und Schubladen gelenkt.

Das Auge verliert sich nicht erst in der hochkomplexen Fertigungstechnik hinter der Verkleidung. Die Anzeige- und Bedieneinheiten haben ein Edelstahlgehäuse mit gerundeten polierten Kanten. Sie lassen sich in zwei Positionen schwenken, wo sie jeweils arretiert werden können. Der Maschinensockel, der alle Module einschließt, ist ringsum leicht zurückversetzt, mit anthrazitfarbenen Blechen verkleidet und lässt die Maschine quasi schweben.

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