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Teilereinigung

Effiziente großflächige Feinreinigung mit CO2-Schnee

05.03.2007 | Autor / Redakteur: Doris Schulz / Josef-Martin Kraus

Mit CO2-Schnee ist wirtschaftlich eine umwelt- und oberflächenschonende Feinreinigung großer Oberflächen möglich.
Mit CO2-Schnee ist wirtschaftlich eine umwelt- und oberflächenschonende Feinreinigung großer Oberflächen möglich.

Die Advanced Clean Production GmbH hat ein Verfahren zur CO2-Schneestrahlreinigung auf den Markt gebracht, das filmischen und partikulären Schmutz trocken und rückstandsfrei von Oberflächen entfernt. Die Feinreinigung großer Oberflächen mit dreidimensionalen Strukturen ist möglich. Grundlage ist ein neues, modular aufgebautes Düsensystem.

Ob Lackieren, Beschichten, Laserschweißen oder Montieren – Voraussetzung für ein optimales Ergebnis sind saubere Oberflächen. Mit dem Reinigungsverfahren des CO2-Schneestrahlens der Advanced Clean Production GmbH lässt sich erforderliche Reinheit wirtschaftlich und umweltverträglich auf nahezu allen Oberflächen erzeugen, berichtet das Stuttgarter Unternehmen. Das Entfernen teilchenförmiger und filmischer Verschmutzungen wie Trennmittel-, Öl- und Fettablagerungen, aber auch Fingerabdrücke, erfolgt dabei trocken, rückstands- und lösemittelfrei mit flüssigem Kohlendioxid (CO2).

Anwendung bei problematischer Nassreinigung

Vorteile bietet das Verfahren aufgrund der besonderen Düsentechnik (Array-Technik), insbesondere bei Teilen, bei denen eine Nassreinigung nicht möglich oder zu aufwändig ist sowie bei komplexen Werkstücken mit schöpfender Geometrie.

Im Vergleich zur Nassreinigung schließt die trockene Behandlung mit CO2-Schnee eine Flüssigkeitsverschleppung in nachfolgende Prozesse aus und macht separate Trocknungsschritte überflüssig. Außerdem erreicht der nicht abrasive Reinigungsstrahl durch seine Tiefenwirkung auch schwer zugängliche Stellen wie Hinterschneidungen. Diese Vorteile prädestiniert das platz- und kostensparende Reinigungsverfahren beispielsweise als Ersatz für wässrige Powerwash-Systeme.

Ausgrund des modularen Aufbaus lässt sich das Düsensystem optimal an dreidimensionale Strukturen anpassen. Hoch flexible Schnittstellen ermöglichen außerdem die einfache und wirtschaftliche Integration in automatisierte Prozesse. Über Handlingroboter und Achssysteme können die Düsen beziehungsweise die Werkstücke gehandelt werden. Die hohe Flexibilität des Gesamtsystems ermöglicht dabei eine Anpassung der Taktzeit an individuelle Vorgaben.

Hohe Reinigungsleistung bei niedrigem CO2-Verbrauch

Kernstück des CO2-Schneestrahl-Verfahrens von ACP – Advanced Clean Production ist der Reinigungskopf. Er ist als Zweistoffringdüse ausgeführt und beschleunigt das Reinigungsmittel auf Überschallgeschwindigkeit. Das flüssige Kohlendioxid entspannt beim Austreten aus der Düse zu einem Schnee-Gas-Gemisch, das den Kernstrahl bildet.

Zusätzlich wird Druckluft als Mantelstrahl zugeführt, der die CO2-Schneekristalle auf Überschallgeschwindigkeit beschleunigt. Die Beschleunigung mit Druckluft bewirkt eine im Vergleich zu Einstoff-Düsensystemen wesentlich höhere Reinigungsleistung bei deutlich niedrigerem CO2-Verbrauch.

Die geringe Härte der winzigen, nicht brennbaren und ungiftigen Schneekristalle gewährleistet die schonende Reinigung auch empfindlicher und fein strukturierter Oberflächen mit einem homogenen und durch die konstante Qualität des Reinigungsmediums jederzeit reproduzierbaren Ergebnis.

Ein eigenes Technikum sowie deren Ausstattung mit moderner Mess- und Analysetechnik versetzt ACP – Advanced Clean Production in der Lage, Reinigungsversuche durchzuführen, Ergebnisse zu bewerten und den Reinigungsprozess anwendungsspezifisch auszulegen – auch gemeinsam mit Kunden.

Doris Schulz ist freie Fachjournalisten in 70825 Korntal

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