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Motorspindel

Effiziente Spindelschmierung

| Autor/ Redakteur: Peter Klingauf / Stefanie Michel

Stand man vor der Frage, welches Schmierverfahren sich für welchen Spindeleinsatz am besten eignet, gab es drei Verfahren zur Auswahl: Fettlebensdauer-, Fettnach- und Öl-Luft-Schmierung. Für hohe Drehzahlkennwerte ist nun die Öl-Direktschmierung eine Alternative.

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Im Labor und im praktischen Einsatz nachgewiesen: Spindeln mit Öl-Direktschmierung haben zahlreiche Vorteile im Bereich mittlerer und hoher Drehzahlkennwerte von bis zu 2,0 Mio. mm/min.
Im Labor und im praktischen Einsatz nachgewiesen: Spindeln mit Öl-Direktschmierung haben zahlreiche Vorteile im Bereich mittlerer und hoher Drehzahlkennwerte von bis zu 2,0 Mio. mm/min.
(Bild: Weiss Spindeltechnologie)

Damit sich Spindeln schnell, zuverlässig und kostenoptimiert drehen, kommt unter anderem der Schmierung eine zentrale Bedeutung zu. Bisher teilen sich vor allem drei Verfahren den Markt: Im unteren Drehzahlbereich sind Fettlebensdauer- sowie Fettnachschmierung etabliert – und das wird laut Experten der Weiss Spindeltechnologie GmbH im Großen und Ganzen auch so bleiben. Ab Drehzahlkennwerten von mehr als 1,3 Mio. mm/min gab es zur Öl- Luftschmierung meist keine echte Alternative. Doch das ändert sich jetzt in einem wesentlichen Teilbereich. Mit der Öl-Direktschmierung erlangt seit kurzem ein neues Verfahren immer größere Akzeptanz.

Mit Öl-Direktschmierung Geld sparen und Fehler reduzieren

Weiss bietet den Einsatz dieser Schmiervariante für Spindeln mit einem Drehzahlkennwert bis zu 2,0 Mio. mm/min an. Abhängig von der angestrebten Gebrauchsdauer sieht man bei dem Siemens-Tochterunternehmen in diesem Drehzahlbereich für die Öl-Direktschmierung klare Vorteile:

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  • Die Kosten für Betrieb und Wartung sind deutlich geringer als bei der Öl-Luftschmierung. Aus dem Wegfall der Luft resultiert eine höhere Energieeffizienz. So können durch den Einsatz der Öl-Direktschmierung beim Betrieb einer üblichen Spindellagerung rund 24.000 Nm³ aufbereitete Luft und damit etwa 500 € pro Jahr eingespart werden (bei 6 Nm³ pro Stunde und 4000 Betriebsstunden im Jahr).
  • Die Fehleranfälligkeit im Betrieb reduziert sich, weil sie erfahrungsgemäß oft in unzureichend aufbereiteter Luft begründet liegt.
  • Die Geräuschemission der Öl-Direktschmierung ist geringer. Ohne die Verwendung von Luft liegen die erreichbaren Werte auf dem Niveau der Fettschmierung.

Fettgeschmierte Lagerungen haben ihrerseits Probleme, wenn sie über lange Zeit an der Drehzahlgrenze betrieben werden. Denn dadurch erhöht sich die Temperatur im Lager, was zu einer deutlich reduzierten Fettbeständigkeit führt, die wiederum unmittelbar mit der Lagerungslebensdauer verknüpft ist. Die Öl-Direktschmierung kommt dank der kontinuierlichen Ölversorgung mit solchen Betriebsbedingungen gut klar, was sich neben der Standzeit auch auf die Betriebssicherheit äußerst positiv auswirkt.

Weiss Spindeltechnologie auf der EMO Hannover 2017: Halle 25, Stand D60

* Peter Klingauf ist freier Fachjournalist. Weitere Informationen: Weiss Spindeltechnologie GmbH in 96126 Maroldsweisach

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