Hrsflow auf der Fakuma 2017

Ein wahres "Stargate" für den Heißkanal-Spritzgießwerkzeugbau

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Spritzgießen mit gleichmäßigerem Temperaturprofil

Im Rahmen des Fakuma-Auftritts informiert Hrsflow außerdem über zwei kürzlich zur Serienreife gebrachte Entwicklungen, die beide dazu beitragen, dass das Spritzgießen qualitativ hochwertiger Formteile noch komfortabler und sicherer wird, heißt es. Während die neuen Full Compact Nozzles deutlich geringere Nestabstände gewährleisten sollen, sorgten die ebenfalls neuen, als Pressure Blocks bezeichneten Druckplatten für eine signifikante Versteifung des Werkzeugs und zugleich für ein optimales Temperaturprofil über das gesamte Heißkanalsystem.

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Wenn's bei den Spritzgießkavitäten eng wird

Bei den neuen Full Compact Nozzles ist es Hrsflow gelungen, alle Heizelemente des bisherigen Standard-Pa-Typs (Einschraubdüsen für Schussgewichte bis 200 g) in einer vom Ventilsitz ausgehend durchgehend schlanken Silhouette mit nur 28 mm Durchmesser unterzubringen – laut Hersteller sind das 5 mm weniger als bei der herkömmlichen Ausführung. Nadelspitze und Endring der neuen Einschraubdüsen seien aber unverändert. Mit Innenbohrungsdurchmessern von 6, 8 und 10 mm sowie Düsenlängen von 75 bis 450 mm könnten sie mit einer oder zwei Heizzonen ausgerüstet werden. Sie sind außerdem als Classic Line oder auf Wunsch auch in Fail-safe-Ausführung mit zwei Heizsystemen und zwei Thermoelementen erhältlich, wie Hrsflow anmerkt. Die Full Compact Nozzles eigneten sich auch für das rückwärtige Anspritzen von Formteilen und für alle Düsenkonfigurationen (Torpedo, Free Flow und Nadelverschluss). Ihr maximaler Arbeitsdruck wird mit 1800 bar angegeben. Typische Anwendungen seien kleine, kompliziert geformte Teile, wie etwa Lautsprechergitter für den Kfz-Innenraum.

Druckplatten fürs Spritzgießwerkzeug mit Doppeleffekt

Eine hohe Plattensteifigkeit und die Sicherung eines optimalen Temperaturprofils im Heißkanalsystem sind laut Hrsflow zwei Schlüsselelemente für die Formteilqualität. Ist dieses Profil ungleichmäßig, kann es zu nicht ausbalancierter Fließfrontausbreitung, Verzug und Oberflächenmarkierungen kommen, wie es weiter heißt. Die von Hrsflow entwickelten Pressure Blocks sollen nun aber zur Erfüllung beider Bedingungen beitrage. Dabei wirkten diese, aus zwei speziellen Werkstoffen mit geringer thermischer Leitfähigkeit hergestellten Druckplatten, gleich zweifach: Auf beiden Seiten des Heißkanalverteilers positioniert, erhöhen sie in erster Linie die Steifigkeit der Aufspannplatte, so dass diese sich unter Last weniger verformt. Das Ergebnis seien Formteile mit konstanter Dicke innerhalb engster Toleranzen und ohne Grat. Auch verhinderten sie die Wärmeübertragung zwischen Verteiler und Aufspannplatte, was die Temperaturverteilung im Heißkanal signifikant homogenisiere. Ohne das Temperaturprofil zu beeinflussen, lassen sich laut Hrsflwo die Druckplatten an frei wählbarer Position zwischen Heißkanalsystem und Werkzeug anordnen (jedoch nicht über der Heizung). Je nach Kundenwunsch seien sie mit oder ohne Justierplatte und mit Dicken von 20 mm (240 °C maximale Verteilertemperatur, 50 °C maximale Werkzeugtemperatur) oder 30 mm (300 °C/100 °C) erhältlich.

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