Phoenix Contact Einbindung von Interbus und Profibus in Profinet

Autor / Redakteur: Michael Potthast / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Um vorhandene Netze wie Interbus und Profibus in das Profinet-System einzubinden, gibt es nun einen dafür geeigneten Netzwerkbaustein. Wie die Einbindung erfolgen kann, zeigt das Beispiel vorhandener Bussysteme über eine Proxy-Lösung in das Echtzeit-Ethernet-Protokoll, wie dies in der Automobilindustrie verwendet wird.

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(Bild: Phoenix Contact)

In der Prozess- und Maschinenautomatisierung werden bislang hauptsächlich Feldbussysteme wie Interbus oder Profibus eingesetzt. Allerdings zeichnet sich ab, dass auch die Ethernet-basierte Kommunikation – beispielsweise auf Basis von Profinet – bereits Einzug in die Automatisierungswelt gehalten hat. Vor diesem Hintergrund werden Systeme oder ganze Anlagen, die über die Jahre stetig wachsen, nur selten komplett auf ein neues Übertragungsprotokoll umgerüstet. Phoenix Contact stellt deshalb eine Lösung zur Verfügung, um Interbus- und Profibus-Systeme in Profinet zu integrieren.

Profinet erfüllt die Bedürfnisse vieler Anwender am besten

Mit Ethernet haben sich in der Industrie neue Möglichkeiten eröffnet, die von verschiedenen Herstellern und Organisationen an ihre Anforderungen angepasst worden sind. Nach umfassender Prüfung aller seinerzeit bekannten Ethernet-Protokolle unterstützt Phoenix Contact den Profinet-Standard. Dies begründet sich aus der Tatsache, dass Profinet die Bedürfnisse vieler Anwendungen am besten erfüllt. Ein Beispiel ist die einfache Einbindung vorhandener Bussysteme über eine Proxy-Lösung in das Echtzeit-Ethernet-Protokoll (Bild 1).

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So werden in der Automobilfertigung beispielsweise zahlreiche Roboterapplikationen verwendet. Während die Kommunikation innerhalb der Roboterzelle oftmals über Interbus realisiert ist, sind die Steuerungsschränke via Profinet miteinander vernetzt. Daher gilt es, die erheblichen Investitionen der Hersteller und Anwender in die Feldbustechnik zu schützen, zumal Interbus- und Profibus-Systeme einige Vorteile gegenüber den Ethernet-Protokollen haben.

Zu diesen Vorteilen gehören bei Interbus eine durchdachte Netzwerkdiagnose, die Topologieerkennung, der einfache Gerätetausch, die automatische Adressierung, das schnelle Zu- und Abschalten von Teilnehmern sowie eine hohe Übertragungsgeschwindigkeit. Neben dem schnellen Datenaustausch zeichnet sich Profibus durch das konfigurierbare Verhalten im Fehlerfall sowie Mono- und Multimasternetze aus. Zudem kann das Profinet auch zukünftig auf ein großes Spektrum von über 5000 unterschiedlichen Profibus-Geräten wie Steuerungen, Industrie-PC, I/O-Module, Antriebe und Ventile zurückgreifen.

Bussystem wird über nur eine IP-Adresse angesprochen

Wie bereits erwähnt, lassen sich Interbus-, Profibus- und Profinet-Systeme über eine Proxy-Lösung miteinander koppeln. Phoenix Contact hat dazu drei hutschienenmontierbare Geräte entwickelt, über die Profinet-Anwendungen sowohl auf Interbus als auch auf Profibus umgesetzt werden können, um eine reibungslose Kommunikation zwischen den verschiedenen Applikationen sicherzustellen. Für die Verbindung zu einem Interbus-Netz ist zusätzlich zur Standardvariante ein Proxy mit Lichtwellenleiter-Schnittstelle für den Interbus-Strang erhältlich (Bild 2 – siehe Bildergalerie).

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