Der Widerstand sinkt Deutschlands Elektrobranche freut dickes Auftragsplus

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie hat das erste Halbjahr 2026 mit einem Auftragsplus abgeschlossen. Man blickt nun endlich wieder optimistischer nach vorn, wie die dpa vom ZVEI erfahren hat.

Erfreuliches kann der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) aus Frankfurt am Main berichten! Denn die Auftragslage legt wieder kräftig zu ...(Bild:  KI-generiert)
Erfreuliches kann der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) aus Frankfurt am Main berichten! Denn die Auftragslage legt wieder kräftig zu ...
(Bild: KI-generiert)

Rund 9,5 Prozent mehr Bestellungen als im Vorjahreszeitraum verzeichnete die deutsche Elektro- und Digitalbranche bis Ende Juni, berichtet der ZVEI aus Frankfurt am Main. Aufgrund einer Produktionssteigerung um 0,7 Prozent in den ersten Halbjahr rücke das für das Gesamtjahr angestrebte Ziel von (inflationsbereinigt) plus zwei Prozent wieder deutlich näher. Die Stimmung wird auch besser! Denn sowohl die Beurteilung der aktuellen Lage als auch die allgemeinen Geschäftserwartungen fielen in der jüngsten Erhebung besser aus. Die Steigerung bei den Aufträgen stammt zu etwa gleichen Teilen aus dem In- (plus 9,7 Prozent) und dem Ausland (plus 9,4 Prozent).

Das Auslandsgeschäft schwächelte aber im Juni

Das kräftige Auftragsplus von 13,3 Prozent hingegen, das der Branche im Juni beschert wurde, beruht allein auf den Inlandsorders, die zum Vorjahresmonat ungewöhnlich deutlich (um 60,7 Prozent) angezogen haben. Dabei waren Großaufträge im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie die zentralen Treiber, kommentiert der ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann. Die Bestellungen aus dem Ausland gingen aber im Juni um 11,3 Prozent zurück. Sorge bereitet der Branche mit ihren rund 865.000 Beschäftigten aber derzeit die Entwicklung am Persischen Golf. Denn Angesichts des Iran-Kriegs würden die Befürchtungen rund um Materialknappheiten im weitesten Sinne wieder größer. Rund 29 Prozent der Elektro-Player seien demnach davon betroffen. Drei Monate zuvor waren es noch 19 Prozent.

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