Yaskawa

Energiemanagement sorgt für effizientere Prozesse

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Ein weiterer Pluspunkt, der bei der Entscheidung für Yaskawa sprach: Das System ist kompatibel zu allen namhaften Herstellern und verarbeitet verschiedene Protokolle. Ob Zähler von Janitza, PAC von Siemens, S0-Impulse oder SPS-Signale: Alle vorhandenen Daten können von der Yaskawa-Lösung verarbeitet werden. Damit gestaltete sich die Planung deutlich leichter als bei anderen Systemen und die Kosten blieben durch die Weiternutzung der vorhandenen Hardware in einem vertretbaren Rahmen.

Die Topologie ist redundant ausgelegt

Zur Übertragung der Daten installierte man zunächst ein Glasfasernetz, das die Stationen des gesamten Standorts in Form eines redundanten Ringes miteinander verbinden sollte.

Aufgrund einer parallelen Starkstromführung in die Niederspannungsanlagen wurde wegen der elektromagnetischen Verträglichkeit Glasfaser statt Kupfer gewählt.

Der Aufbau der einzelnen Unterstationen erfolgt in Baumstruktur. Ein Switch stellt an den einzelnen Stationen jeweils die Verbindung zum Ring sicher – bei ihm laufen die zahlreichen unterschiedlichen, vor Ort von den vorhandenen Zählern gemessenen Verbrauchsdaten auf, welche von den Steuerungen zur Verfügung gestellt oder die als S0-Impulse erfasst werden.

In der ersten Ausbaustufe wird nun für jede einzelne Trafostation im Werk aufgezeichnet, welche Mengen in welchen Zeiträumen verbraucht werden. 154 Messstellen sind derzeit in Betrieb und füttern das System mit Daten. Auf diese Weise kann man den Stromverbrauch der einzelnen Anlagen und Prozesse nun gezielt Kostenstellen und gegebenenfalls Produktgruppen zuordnen. Außerdem erkennt man so, wo die großen Energiefresser lauern, die möglicherweise durch effizientere Produkte ersetzen werden könnten.

Auch ein Lastmanagement zur Vermeidung von Spitzen fällt mit diesem System leicht, denn man kann nach einem Wochenende Anlagen ganz gezielt nach und nach hochfahren.

Bisher haben sich die Experten von KS Gleitlager auf das Thema Strom konzentriert. Als nächstes möchte man auch andere Verbräuche, wie zum Beispiel Schutzgase, genauer betrachten, um künftig auch diese Mengen detailliert pro Anlage aufzeichnen und auswerten zu können.

Die Visualisierung ist inklusive

Alle am Standort St. Leon-Rot erfassten Daten landen auf einem im Netz platzierten Server. Über ein Visualisierungssystem dürfen nur wenige Mitarbeiter auf die übersichtlich dargestellten Daten zugreifen. Verschiedene Ansichten als Graph oder Tabelle sind möglich. Damit bietet das Energy Management von Yaskawa alles, was für die Aufrechterhaltung der Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 und für die Steuerermäßigung nach EEG nötig ist.

Wer das System nutzen möchte, der kann die Hardware – also Zähler, Switches und Server – selbst beschaffen und kauft bei Yaskawa lediglich die Softwarelizenz. Der Preis ergibt sich in Abhängigkeit davon, wie viele Messstellen verarbeitet werden sollen. Regelmäßige Updates und immer wieder ergänzte Funktionen sollen die Zukunftsfähigkeit des Systems sicherstellen.

* Farschid Nikpour ist Account Manager South West bei der Yaskawa Europe GmbH – Drives, Motion & Controls Division in 91074 Herzogenaurach

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