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Entgratmaschinen

Entgraten ist bei dicken Blechen ein absolutes Muss

| Autor / Redakteur: Benoît Wolff / Stéphane Itasse

Diese Kranabstützmatten konnte Friedmann erst mit der neuen Edgebreaker-Entgratanlage realisieren.
Diese Kranabstützmatten konnte Friedmann erst mit der neuen Edgebreaker-Entgratanlage realisieren. (Bild: Friedmann)

Im Maschinen- und Fahrzeugbau sind Sonderanfertigungen nahezu die Regel. Entsprechend überschaubar bleiben die Losgrößen von Blechteilen, aus denen Schwerlasttransporter, Pressengehäuse oder Gleisfahrzeuge entstehen. Mithilfe einer Entgratmaschine neuen Typs kann jedoch sehr flexibel gefertigt und gleichwohl eine optimale Qualität erreicht werden.

Mit der Entgratmaschine Edgebreaker 4000 von Arku beseitigt Friedmann nicht nur unliebsame Grate von Brennteilen, sondern produziert erstmals auch Großserien und ein neues Eigenprodukt. In der Fertigung setzt das Unternehmen auf Stahl. Der robuste Werkstoff ist bei Friedmann in unterschiedlichen Ausführungen und Formen anzutreffen: Feinkornbaustahl, Verschleißbleche und Baustahl werden zu Einzelstücken und Baugruppen verarbeitet. Ein besonderer Schwerpunkt sind Sonderanfertigungen, etwa Untergestelle oder Tragrahmen für den Fahrzeug- und Kranbau. Für die Fertigung sämtlicher Komponenten verlässt sich das Lichtenauer Unternehmen unter anderem auf vier Autogenschneidanlagen, eine Plasma- und eine Laserschneidanlage für Blechdicken zwischen 1 und 450 mm.

In insgesamt drei Werken entstehen damit Zuschnitte und Stahlkonstruktionen: Im Stammwerk Grauelsbaum fertigt und bearbeitet Friedmann Brennteile, kantet Stahlbleche und lasert Zuschnitte. Die mechanische Bearbeitung, darunter Fräsen, Zerspanen und Drehen, übernimmt das Lichtenauer Mechanikcenter. In einem dritten Werk entstehen die wuchtigsten Konstruktionen, darunter bis zu 30 m lange und 40 t schwere Baugruppen für den Fahrzeug- und Maschinenbau.

Bleche ohne Grate sind Pflicht

Doch wie groß, schwer oder komplex die Teile auch sind – sie alle eint eine wesentliche Anforderung: „Unsere Kunden erwarten konstante Topqualität der Zulieferteile. Diese liefern wir just-in-time direkt an den Kunden, der sie mit dem Schweißroboter oder im Bearbeitungszentrum endbearbeitet“, erläutert der geschäftsführende Gesellschafter Alexander Münscher. Für eine reibungslose Weiterverarbeitung sind fehlerfreie Teile in gleichbleibend hoher Qualität ein absolutes Muss. Bleche ohne Grate und Schlacken ersparen den Abnehmern Prozessschritte und reduzieren den Anlagenverschleiß.

Dafür setzte Friedmann lange auf manuelle Bearbeitung. Nach dem Brennschneiden entgrateten bis zu sechs Mitarbeiter die Zuschnitte per Winkelschleifer. Die hohen Marktanforderungen machten allerdings bald eine effizientere Alternative nötig. „Unser großes Teilespektrum verlangte eine automatisierte Lösung, die unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden und reproduzierbare Ergebnisse gewährleisten sollte“, sagt Münscher. Über einen kleinen Schlenker führte die Suche zu den Entgratmaschinen von Arku.

Kontakte zu Arku über das Lohnrichten entstanden

Mit dem badischen Unternehmen verbindet Friedmann eine langjährige Beziehung im Lohnrichten. Als die Lichtenauer von Arkus Markteinstieg ins Entgratgeschäft erfuhren, entschieden sie sich prompt für Testläufe im 2015 erweiterten Entgratzentrum. Dort stehen die Edgebreaker-Entgratmaschinen für Tests und Lohnarbeiten zur Verfügung. Mit dem breiten Leistungsspektrum unterstützt der Maschinenbauer die Blechverarbeiter dabei, bequem Zeit und Geld zu sparen. Auf die viermonatigen Probearbeiten von Friedmann folgten Aufträge für umfangreiche Lohnentgratarbeiten auf dem Edgebreaker 4000.

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