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Electronica 2020 Entwicklung der Märkte für elektronische Bauelemente stark rückläufig

Laut des Verbandes ZVEI hat die Corona-Krise zu einem erheblichen Rückgang in der Elektronikindustrie geführt. Für die Zukunft erwartet man jedoch weltweit wieder einen gesteigerten Bedarf.

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Johann Weber, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands PCB and Electronic Systems, prognostiziert anlässlich der virtuellen Messe Electronica: „Der deutsche Markt für elektronische Bauelemente wird zum Jahresende 2020 einen Rückgang von gut 14 % aufweisen und mit einem Umsatz von 17 Mrd. Euro nur das Umsatzniveau von 2013 erreichen.“
Johann Weber, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands PCB and Electronic Systems, prognostiziert anlässlich der virtuellen Messe Electronica: „Der deutsche Markt für elektronische Bauelemente wird zum Jahresende 2020 einen Rückgang von gut 14 % aufweisen und mit einem Umsatz von 17 Mrd. Euro nur das Umsatzniveau von 2013 erreichen.“
(Bild: Schäfer)

Johann Weber, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands PCB and Electronic Systems, prognostiziert anlässlich der virtuellen Messe Electronica: „Der deutsche Markt für elektronische Bauelemente wird zum Jahresende 2020 einen Rückgang von gut 14 % aufweisen und mit einem Umsatz von 17 Mrd. Euro nur das Umsatzniveau von 2013 erreichen.“

Laut Weber verursacht die Corona-Krise am Markt der elektronischen Bauelemente erhebliche Verwerfungen. „Hinzu kommt, dass politische Ereignisse wie der Handelskonflikt zwischen den USA und China, der bevorstehende ungeregelte Brexit und die Krisen im Nahen Osten zu großen Verunsicherungen führen.“ Für den europäischen Markt ergebe sich 2020 daher ein ähnliches Bild wie für die inländischen Märkte. „Es wird ein Rückgang von gut 14 % auf einen Umsatz von 47,3 Mrd. Euro erwartet“, so der Fachverbandsvorsitzende.

Verbrauch von Halbleitern zieht an

Der Weltmarkt werde allerdings das Vorjahresniveau mit einem Umsatz von knapp 590 Mrd. US-Dollar erreichen, was auf die starke Nachfrage nach Halbleiter-Bauelementen, mit einem Anteil von gut 72 % am Weltmarkt, zurückzuführen sei. Diese werden um etwa 3 % auf einen globalen Umsatz von 424 Mrd. Euro zulegen können. “Diese Entwicklung hängt zum einen mit dem Aufbau der 5G-Basisstationen, in denen viele Halbleiter verbaut werden, zusammen. Und zum anderem liegt sie an der starken Nachfrage im Consumer-Bereich, die auf den Anstieg von mobiler Arbeit mit Smartphones und Laptops zurückzuführen ist“, so Weber. Darüber hinaus seien die zunehmende Nutzung regenerativer Energien und die steigende Elektrifizierung im Automobilbereich Gründe für den erwarteten Umsatz.

Weltweit hoher Bedarf

Auch in der Entwicklung der Weltregionen spiegelt sich der erwartete hohe Bedarf an Halbleiter-Komponenten wider: So wird für die Märkte der elektronischen Bauelemente in Amerika mit einem Anstieg von gut 11 % auf einen Umsatz von 114 Mrd. US-Dollar im Jahr 2020 gerechnet. China wird das Umsatz-Vorjahresniveau erreichen und einen Rekord-Anteil von gut 37 % am Weltmarkt für elektronische Bauelemente erzielen, so die Prognose. Den stärksten Rückgang wird laut Weber die Region Europa mit minus 12 % auf 54 Mrd. US-Dollar und einen Anteil von gut neun % verbuchen müssen. Es folgt Japan, das etwa fünf % auf 51 Mrd. US-Dollar mit einem Anteil von knapp 9 % an Umsatz verliert.

ZVEI-Technologie-Roadmap bietet Orientierungshilfe

Die ZVEI-Technologie-Roadmap unterstützt Unternehmen dabei, sich mit Themen wie Künstlicher Intelligenz, Industrie 4.0 oder Cybersicherheit auseinanderzusetzen. Das Kompendium, das bereits in vierter Auflage erscheint, bietet einen strukturierten Überblick zu vielen Aspekten der Digitalisierung in der Elektroindustrie. Dabei werden neben den Fortschritten in der Entwicklung elektronischer Bauelemente auch Software, Materialtrends und Aspekte der Fertigung in den Blick genommen, aber ebenso Richtlinien und Gesetze sowie die entsprechenden Anwendungsfelder.

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