Energiewissenschaften
ETH-Forscher will Sonnenwärme in der Industrie nutzbar machen

Von Carmen Raggenbass 3 min Lesedauer

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Auf dem Dach eines ETH-Gebäudes steht der Prototyp eines Solarthermie-Kollektors. Für den Pioneer Fellow Luca Thommen ist er ein wichtiger Schritt in Richtung Energiewende. Der Maschinenbauingenieur will ein Problem lösen, das oft übersehen wird: die Versorgung der Industrie mit Wärme.

Pioneer Fellow Luca Thommen, im Hintergrund der von ihm entwickelte Solarthermie-Kollektor „Solar Heat“.(Bild:  Michel Büchel, ETH Zürich)
Pioneer Fellow Luca Thommen, im Hintergrund der von ihm entwickelte Solarthermie-Kollektor „Solar Heat“.
(Bild: Michel Büchel, ETH Zürich)

Viele industrielle Prozesse brauchen vor allem eines: Wärme. Es braucht sie etwa beim Pasteurisieren, Färben oder Trocknen. Um die benötigten Temperaturen zu erreichen, verbrennen Fabriken bis heute meist Erdgas. Genau hier liegt ein blinder Fleck der Energiewende. Der ETH‑Ingenieur und Pioneer Fellow Luca Thommen entwickelt deshalb einen Solarthermie‑Kollektor, der Sonnenlicht kostengünstiger als bisher in nutzbare Prozesswärme umwandelt. Sein Ziel: eine einfache und effiziente Technologie, die in der Industrie tatsächlich eingesetzt werden kann und fossile Brennstoffe ersetzt.

Vom Maschinenbau zur Energiefrage

Thommens Weg begann klassisch im Maschinenbau. Verbrennungsmotoren und Robotik prägten sein Studium, bis die Klimadebatte neue Fragen aufwarf. „Ich habe mich gefragt, wie ich mit meinen Fähigkeiten einen Beitrag leisten kann“, sagt er. Die Antwort führte ihn zu den erneuerbaren Energien.