Euromold Euromold erwirkt Einstweilige Verfügung gegen Messe Frankfurt

Redakteur: Robert Horn

Hinter den Kulissen der Messebetreiber für Formenbau brodelt es weiter: Die Messe Euromold beziehungsweise dessen Veranstalter Demat hat jetzt gegen die Messe Frankfurt eine einstweilige Verfügung erwirkt. Lesen Sie mehr zu den Vorwürfen im Beitrag und eine Stellungnahme der Messe Frankfurt.

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Demat klagte, weil die Messe Frankfurt seiner Meinung nach unter anderem rechtswidrig Adressen einsetzte.
Demat klagte, weil die Messe Frankfurt seiner Meinung nach unter anderem rechtswidrig Adressen einsetzte.
(Bild: Euromold)

Das Landgericht Frankfurt hat den Widerspruch der Messe Frankfurt GmbH und zweier ihrer Tochterfirmen gegen eine einstweilige Verfügung wegen widerrechtlicher Versendung von E-Mails und Verstößen gegen das Datenschutzrecht zurückgewiesen. Die einstweilige Verfügung ist einer von mehreren rechtlichen Schritten, die die Demat GmbH, Veranstalterin der Euromold, gegen die Messe Frankfurt eingeleitet hat. Demat hat wegen des aus ihrer Sicht rechtswidrigen Vorgehens der Messe Frankfurt mittlerweile auch Schadensersatzklagen gegen die Messe Frankfurt bei Gericht anhängig gemacht, wie aus einer Pressemitteilung der Demat hervor geht.

Demat begrüßt Entscheidung des Gerichts

„Wir freuen uns sehr, dass das Gericht unserer Mandantin erneut Recht gibt. Denn die Messe Frankfurt greift mit rechtswidrigen und extrem aggressiven Methoden die bisherige Gastmesse Euromold an, um eine eigene Konkurrenzmesse (Formnext) aufzubauen.“, sagt Christian Kusulis, Anwalt der Kanzlei Graf von Westphalen, der die Veranstalter der Euromold vertritt. Darüber hinaus haben die Anwälte für Demat Schadensersatzklagen gegen die Messe Frankfurt eingereicht.

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Schwere Vorwürfe des Euromold-Veranstalters

Laut den Vorwürfen von Demat hatte die Messe Frankfurt GmbH während der laufenden Euromold 2014:

  • Werbemails für die eigene Konkurrenzmesse an die Aussteller der Euromold geschickt und dabei rechtswidrig Adressdaten ihres Kunden Demat verwandt,
  • Euromold-Aussteller auf ihren Messeständen persönlich kontaktiert und für die eigene Konkurrenzmesse akquiriert,
  • über Nacht in den Hallen der laufenden Euromold Flyer der eigenen Konkurrenzmesse auf den Messeständen der Euromold-Aussteller ausgelegt,
  • auf der Abschluss-Pressekonferenz der Euromold für die Konkurrenzmesse akquiriert,
  • an allen Hallen-Ein- und Ausgängen der laufenden Euromold zahlreiche Plakate der Konkurrenzveranstaltung aufgestellt.

Zudem hatte die Messe Frankfurt GmbH nach Angaben von Demat bereits Monate vor der Euromold im Jahr 2014 zahlreiche Aussteller für eine Studie zur geplanten ersten Durchführung der eigenen Konkurrenzmesse angesprochen und vergeblich versucht, für diese den Markennamen "mold+form" anzumelden.

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