Tiefbohrmaschinen

Flexible Tiefbohrmaschinen durch modulare Bauweise

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Neueste Steuerungstechnik mit hohem Bedienkomfort

In Sachen Elektronik bestückt Tibo seine Maschinen serienmäßig mit PLC (speicherprogrammierbaren Steuerungen, SPS) in Verbindung mit 9“ beziehungsweise 12“ großen Touch Panels, die durch hochauflösende Farbdisplays bestechen. Die eigens von Tibo entwickelte Steuerungssoftware ermöglicht mit der großen Displayanzeige einen hohen Bedienungskomfort und eine Übersicht über alle Prozessparameter.

Eine intuitive Bedienung des Touch Panels, ähnlich der eines Smartphones, ermöglicht das Einstellen der Prozessparameter schon durch wenige Fingertipps und ohne große Vorkenntnisse in der Programmierung von Werkzeugmaschinen.

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„Bei konventionellen Tiefbohrmaschinen wird in der Regel nur die Z-Achse (Bohrachse) angesteuert, somit wäre es vermessen, wenn wir unseren Kunden hier eine aufwendiger zu programmierende und vor allem für diesen Einsatzzweck überdimensionierte CNC anbieten würden, die auch noch um einiges teurer ist als unsere leistungsstarken PLC.“

CNC kommen bei Tibo nur dann zum Einsatz, wenn es aufgrund der Zahl anzusteuernder Maschinenachsen erforderlich ist oder auf Kundenwunsch ausdrücklich gewünscht wird.

Eine hohe Prozesssicherheit bieten die Tiefbohrmaschinen des Pfullinger Unternehmens nicht nur durch die Überwachung aller wichtigen Prozessparameter, sondern auch mittels einer programmierbaren Spanbruch-Überwachung, die eine kurze Spanbildung ermöglicht.

Bei schwer zerspanbaren und vor allem langspanenden Werkstoffen ist dies unerlässlich, um lange Wirr- und Spiralspäne, potenzieller Auslöser für einen Spänestau und weitere prozesskritische Einflüsse wie Werkzeug-, Werkstück- oder in Folge auch eventuelle Maschinenbeschädigungen verlässlich zu vermeiden. „Wir legen großen Wert darauf, die Prozesssicherheit während des Bohrvorgangs stetig zu erhöhen“, so Röcker weiter. Zur Prozesssicherheit tragen auch die steife Schweißbettkonstruktion und die optionale Mineralgussfüllung der Tibo-Betten für zum Beispiel schwer zerspanbare Werkstoffe bei, um die schwingungsdämpfenden Eigenschaften der Maschinen nochmals zu erweitern. „Wir raten bewusst von veralteten Varianten wie armierten Betonfüllungen ab, da der Wassereintrag durch den nassen Beton und die dadurch entstehende Korrosion unseren Qualitätsansprüchen nicht gerecht wird.“ Hier arbeitet Tibo mit namhaften lokalen Partnern zusammen, die in ihrem Gebiet der Mineralgusstechnik ebenfalls zu den führenden Anbietern gehören. „Bei unseren Großmaschinen ist eine Füllung zum Teil sinnvoll, aber nicht für alle Anwendungen ist eine Mineralgussfüllung der Betten zwingend erforderlich. Hier beraten wir dann von Fall zu Fall und geben die langjährigen Erfahrungen und Know-how im Tiefbohren gerne an unsere Kunden weiter, um die für den jeweiligen Anwendungsfall optimale Konfiguration zu finden“, sagt Röcker.

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