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So lieferte man beispielsweise 1958 für das Segelschulschiff Gorch Fock die Anlass- und Steuergeräte. Auch in Frachtschiffen, die Bananen aus Mittel- und Südamerika nach Europa transportieren, kamen Produkte von Frizlen zum Einsatz. Große Lüfter sorgten dafür, dass die Bananen während des Transports perfekt reiften – diese arbeiteten mit Anlassern von Frizlen.
Umzug nach Murr für zukunftsfähige Produktion
1960 setzte sich der Firmengründer zur Ruhe und sein Sohn übernahm das Unternehmen als alleiniger Gesellschafter. 1963 folgte die Umfirmierung in Frizlen KG. Die deutsche Schiffbaubranche kam Ende der 1960er Jahre durch die zunehmende Konkurrenz aus Fernost immer stärker unter Druck. Das sogenannte Werftensterben und die Umstellung der Bordelektrotechnik auf Drehstrom-Technik führten dazu, dass dieser Bereich, der in den 1950er und 1960er Jahren bis zu 50 % zum Umsatz beitrug, auch für Frizlen an Bedeutung verlor. Beim Produktportfolio konzentrierte man sich in der Folgezeit sehr erfolgreich auf drahtgewickelte Fest- und Schiebewiderstände sowie Potentiometer.
Der Firmensitz in der Innenstadt von Ludwigsburg war dem stetigen Wachstum Ende der 1960er Jahre nicht mehr gewachsen. Produktion und Verwaltung waren auf viele Räume der beiden Firmengebäude verteilt, so dass der Firmeninhaber einen Standortwechsel beschloss.
1972 zog das Unternehmen an den neu errichteten Produktions- und Verwaltungsstandort im nahen Murr, wo es auch heute noch seinen Sitz hat. Nach dem Umzug widmete man sich der grundlegenden Strukturierung des Produktsortiments. Gleichzeitig gab man erstmals dreisprachige Produktlisten heraus – ein Zeichen für die einsetzende Internationalisierung des Geschäfts. 1978 brachte Frizlen Stahlgitterwiderstände auf den Markt und bot damit ein kostengünstiges Produkt für hohe Leistungen an.
Bremswiderstände für drehzahlgeregelte Elektromotoren
Ernst Gehrung trat als Vertreter der dritten Familiengeneration 1980 in das Unternehmen ein. Er verstärkte in der Folgezeit den Absatz von Leistungswiderständen zur Drehzahlverstellung und Bremsung von Gleich- und Drehstrommotoren. So konnte er dank der zunehmenden Verbreitung von Leistungselektronik in der elektrischen Antriebstechnik ein starkes Wachstum für die Firma Frizlen erreichen. Große Hersteller von Elektroantrieben wurden wichtige Kunden, da sie ihre Frequenzumrichter zusammen mit Bremswiderständen von Frizlen verkauften.
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