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Krauss-Maffei Berstorff

Fünflagige PP-R-Rohre mit Glasfaserverstärkung extrudieren

| Redakteur: Peter Königsreuther

Eine einzigartige Anlage zur Herstellung fünflagiger PP-R-Rohre mit Glasfaserverstärkung ist Ende 2017 in Betrieb gegangen. Poloplast, der Entwicklungspartner habe nun auch Zulassung zur Produktion von für Trinkwasser und Klimaanlagen geeigneter Rohre (Durchmesserbereich 32 bis 250 mm) erhalten.

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Krauss-Maffei Berstorff hat in enger Zusammenarbeit mit der Poloplast GmbH, wie es heißt, einem der führenden Kunststoff-Rohrhersteller und langjährigen Kunden, ein Spezialkonzept zur Herstellung von 5-Schicht-PP-R-Rohren mit Glasfaserverstärkung entwickelt.
Krauss-Maffei Berstorff hat in enger Zusammenarbeit mit der Poloplast GmbH, wie es heißt, einem der führenden Kunststoff-Rohrhersteller und langjährigen Kunden, ein Spezialkonzept zur Herstellung von 5-Schicht-PP-R-Rohren mit Glasfaserverstärkung entwickelt.
(Bild: Krauss-Maffei)

Auch wenn Krauss-Maffei Berstorff, wie es heißt, über ein hohes Maß an Know-how bei Mehrschichtanlagen verfügt, ist das für Poloplast entwickelte Projekt doch neu und einzigartig. „Wir haben unser Wendelverteilersystem konstruktiv überarbeitet, damit es den besonderen Anforderungen, welche die einzelnen Schichten in ihrer Dicke stellen, meistern kann“, erklärt Andreas Kessler, Vertriebsleiter bei Krauss-Maffei Berstorff am Standort München.

PP-R-Rohre dehnen sich kaum aus und sind biegesteif

Die Extruder-Rohrkopf-Kombination sei dabei besonders platzsparend konzipiert. Um den Hauptextruder des Typs KME 45-30 B/R mit dem Rohrkopf KM-5L RKW 94-250, der die PP-R Mittelschicht produziert, reihen sich laut Beschreibung von Krauss-Maffei Berstorff in halbrunder Anordnung vier Coextruder der gleichen Baureihe eng herum. Ein Coextruder KME 20-25 B/R sorgt, wie es heißt, für den Streifenauftrag. Der Maschinenbediener könne aufgrund dieser Konstellation alles zentral steuern und überwachen. Der Rohrkopf ist außerdem mit dem energieeffizienten Rohrinnenkühlsystem IPC (Internal Pipe Cooling) ausgerüstet, das auch dickwandige Rohre exakt auf Solltemperatur halte.

Die Besonderheit von glasfaserverstärkten PP-R-Rohren fußt daraus, dass sie sich kaum in der Länge ausdehnen und biegesteif sind, so Krauss-Maffei Berstorff. Diese Eigenschaften machten sie um ein Vielfaches stabiler als übliche Rohre, was wiederum viele Vorteile beim Verlegen mit sich bringe. Denn Rohre werden, wie es heißt, sehr häufig auf Putz unter abgehängten Decken – besonders in öffentlichen Gebäuden – installiert.

Qualität hält alles im Fluss

„Während eines anspruchsvollen Entwicklungsprozesses mit diversen Tests und unterschiedlichen Anbietern hat uns Krauss-Maffei Berstorff in Summe am meisten überzeugt“, sagt David Zovkic, Produktionsleiter bei Poloplast. Außer einem sehr guten Projektmanagement und einem speziellen verfahrenstechnischen Know-how sei es das Rohrkopfkonzept gewesen, das den hohen Ansprüchen in puncto Materialzusammenstellung und Qualität genügt. Sowohl die Materialzusammensetzung als auch der Schichtaufbau der PP-R-Rohre gilt als neuartig. Dementsprechend hoch seien deshalb die Zulassungsbedingungen.

„Wir freuen uns, dass wir mit dem gemeinsamen Entwicklungsprojekt mit Krauss-Maffei Berstorff nun die Grundlage geschaffen haben, qualitativ sehr hochwertige Kunststoffrohre für den Einsatz in Trinkwasser- und Klimaanlagen produzieren können“, so Zovkic. Das Unternehmen Poloplast steht für innovative Produkte im Bereich Kunststoffrohre, Compounds und Polymer-Engineering. In seiner 60-jährigen Unternehmensgeschichte hat sich Poloplast zu einem der führenden Kunststoffspezialisten entwickelt. Poloplast, eine Tochter der Wietersdorfer Gruppe, produziert an zwei Standorten, in Ebenhofen (Süddeutschland) und in Leonding (Oberösterreich).

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