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Energieeffizienz in der Fertigung

Geizen mit Gewinn dank Energieeffizienz

| Autor/ Redakteur: Christa Friedl /

Dass neue Produkte energieeffizienter sind als ihre Vorgänger, ist normal. Mindestens genauso viel Potenzial zum Energie- und Kostensparen steckt aber in der Fertigung selbst. Einschlägige Investitionen erhöhen nicht nur die Energieeffizienz, sondern sind auch gut fürs Image.

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Karl Milz, in der Geschäftsführung der IFM Electronic für Energieeffizienz zuständig: „Wenn es gelingt, die Produktivität zu steigern und die Energiekosten konstant zu halten, ist das ein großer Erfolg.“ Bild: IFM Electronic" alt="Karl Milz, in der Geschäftsführung der IFM Electronic für Energieeffizienz zuständig: „Wenn es gelingt, die Produktivität zu steigern und die Energiekosten konstant zu halten, ist das ein großer Erfolg.“ Bild: IFM Electronic" data-src="https://cdn1.vogel.de/unsafe/540x0/smart/images.vogel.de/vogelonline/bdb/149400/149411/original.jpg" data-sizes="auto" src="//images.vogel.de/shared/infinity/1/1/12.jpg" id="articleimage"/>
Karl Milz, in der Geschäftsführung der IFM Electronic für Energieeffizienz zuständig: „Wenn es gelingt, die Produktivität zu steigern und die Energiekosten konstant zu halten, ist das ein großer Erfolg.“ Bild: IFM Electronic
( Archiv: Vogel Business Media )

Der sparsame und intelligente Einsatz von Strom und Wärme senkt Kosten, führt zu einem Investitionsschub für den Mittelstand und steigert die Wettbewerbsfähigkeit. So oder so ähnlich hört man es derzeit auf vielen Tagungen oder Messen.

„Drastisch gestiegene Kosten, überforderte Leitungsnetze, mangelnde Kraftwerkskapazitäten und mögliche Versorgungsengpässe, das sind nur einige der Themen, die die Wirtschaft vor neue Herausforderungen stellen“, erklärte Prof. Ulrich Lehner, Präsident der IHK Düsseldorf, auf einer Tagung der Energieagentur Nordrhein/ Westfalen.

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Karl Milz sieht das weit gelassener. „Es gibt eine ganze Reihe von Unternehmen in Deutschland, die seit Jahren daran arbeiten, ihre Energieeffizienz zu verbessern.“ Milz ist Maschinenbau-Ingenieur und in der Geschäftsleitung der IFM Electronic GmbH in Tettnang für Effizienzfragen zuständig.

„Energiekrisen gab es auch früher schon“, sagt er. Der wesentliche Unterschied: Dass die Preise für Öl, Gas und Strom innerhalb kurzer Zeit so explodieren, hat keiner vorausgesehen. „Außerdem redet heute jeder über Effizienz und glaubt, das Thema sei neu.“

Sensorhersteller setzt schon länger auf Energieeffizienz

Für die IFM, die in Tettnang jährlich rund 7 Mio. Sensoren für Kunden in aller Welt herstellt, gehört ein intelligenter und sparsamer Umgang mit Strom und Wärme schon länger zum Alltag. „Entsprechend unseren Unternehmensleitsätzen streben wir ein qualitatives Wachstum an, das heißt, Produktionssteigerungen von einer verstärkten Umweltnutzung zu entkoppeln“, schreibt die Firma in ihren „Umweltinformationen für die Kunden“.

Eine solche Entkopplung ist in der Praxis nicht einfach, denn Produktionssteigerungen bringen meist einen höheren Energiebedarf mit sich. Für die Fertigung von Sensoren und Steuerungstechnik bedeutet das mehr Lötprozesse, steigenden Bedarf an Druckluft, größere Fertigungsstätten und Büros, die beleuchtet werden müssen.

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