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Enesty

Geschäftsfeld um Beratung zu 3D-Druck erweitert

| Redakteur: Simone Käfer

Enesty hat mit Spritzgießwerkzeugen Erfahrungen in der Additiven Fertigung gesammelt. Diese will das Unternehmen als Berater weitergeben.

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„Wir agieren als Vermittler zwischen Anbietern von 3D-Druck-Technik und potenziellen Anwendern“, sagt Enesty-Geschäftsführer Jonathan Franke.
„Wir agieren als Vermittler zwischen Anbietern von 3D-Druck-Technik und potenziellen Anwendern“, sagt Enesty-Geschäftsführer Jonathan Franke.
(Bild: Kristin Schmidt, enesty)

Mit dem neuen Geschäftsbereich Enesty Additiv will das Unternehmen Enesty Anwender bei der wirtschaftlichen Nutzung additiver Verfahren unterstützen. „Wir haben in den vergangenen fünf Jahren umfangreiche Erfahrungen gewonnen, wie Additive Fertigung effizient in Produktionsprozesse integriert werden kann und zu mehr Qualität sowie Produktivität führt. Dieses Wissen bündeln wir jetzt in einem eigenen Geschäftsbereich und agieren sozusagen als Vermittler zwischen Anbietern von 3D-Druck-Technik und potenziellen Anwendern“, sagt Enesty-Geschäftsführer Jonathan Franke.

Die Erfahrungen von Enesty resultieren aus Forschungs- und Entwicklungsprojekten sowie Industrieanwendungen rund um das Kerngeschäftsfeld Spritzgießwerkzeuge. Das Unternehmen hat gemeinsam mit dem Fraunhofer-IFAM Dresden ein 3D-Druck-Verfahren zur Fertigung von Werkzeugkühleinsätzen entwickelt und setzt es seit 2015 praktisch um. Die additiv hergestellten Kühlkanäle können sehr konturnah verlaufen und ermöglichen damit eine schnelle Abkühlzeit. In Kombination mit der innovativen Orca-Temperiertechnik von Enesty verschieben sich die Anwendungsgrenzen für die Herstellung leistungsstarker Spritzgießwerkzeuge. Diese Entwicklungen bewähren sich bereits in der Produktion bei Automobilherstellern sowie Kunststoff-Komponentenfertigern. Darüber hinaus nutzt Enesty 3D-Druck im eigenen Haus zur schnelleren Herstellung von Kunststoffelementen unter anderem für den Prototypenbereich. Über Partner werden weitere additive Leistungen angeboten, neben Kunststoff auch Metall- und Keramik-3D-Druck-Verfahren.

Michael Süß leitet den neuen Geschäftsbereich Enesty Additiv.
Michael Süß leitet den neuen Geschäftsbereich Enesty Additiv.
(Bild: fotostudiowest, enesty)

Ein Akteur in verschiedenen Forschungsprojekten war Michael Süß. Der Diplomingenieur für Maschinenbau und bisherige wissenschaftliche Mitarbeiter am Fraunhofer IFAM und der TU Dresden verstärkt seit 1. März 2019 das Enesty-Team als Leiter des neuen Geschäftsbereiches Enesty Additiv. Die Erkenntnisse aus der Wissenschaft in die Wirtschaft zu transferieren und die additive Fertigung weiter zu industrialisieren, sind für ihn wesentliche Gründe für den Wechsel in die Praxis. „Um die nahezu unbegrenzte Gestaltungsfreiheit der Additiven Fertigung gezielt zu nutzen, ist ein verändertes Herangehen an die Konstruktion und die gesamte Prozesskette erforderlich. Dafür bieten wir gezielte Beratung und Schulung sowie Konstruktionsunterstützung und Fertigungsbegleitung an“, erläutert Süß die wesentlichen Aufgabenfelder von Enesty Additiv. Mit dem Kompetenzgewinn in diesem Bereich vervollkommnet Enesty auch die eigene Wertschöpfungskette. „Von der additiven Fertigung einzelner Komponenten über den Werkzeugbau bis hin zur Temperierung können unsere Kunden alle Leistungen rund um Prototypen- sowie Serienwerkzeuge für den Kunststoffspritzguss aus einer Hand erhalten“, fasst Franke das Enesty-Portfolio zusammen.

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