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Diamantbeschichtung Gesinterte Hartmetalle sind jetzt wirtschaftlich fräsbar

| Redakteur: Peter Königsreuther

Wer für die Bearbeitung von gesintertem Hartmetall bisher das Erodieren oder Schleifen kannte, könne jetzt zu einer frästechnischen Alternative greifen, die viele neue Möglichkeiten biete...

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Mit den Zerspanungswerkzeugen CCDia-Carbidespeed von Cemecon können sich Werkzeug- und Formenbauer das Erodieren sparen, und gesinterte Hartmetalle produktiv fräsen.
Mit den Zerspanungswerkzeugen CCDia-Carbidespeed von Cemecon können sich Werkzeug- und Formenbauer das Erodieren sparen, und gesinterte Hartmetalle produktiv fräsen.
(Bild: Cemecon)

Zur Herstellung von Stempeln und Matrizen aus Hartmetall mussten Werkzeug- und Formenbauer wegen der hohen Härte dieser Metalltypen zum Schleifen oder Erodieren übergehen. Dass die zahlreichen Vorteile der Zerspanung kaum genutzt würden, liege nicht zuletzt an der schweren Zerspanbarkeit der gesinterten Hartmetalle. Härtegrade zwischen 900 und 2200 HV (nach Vickers), eine hohe Verschleißfestigkeit und Wärmehärte erfordern extrem leistungsfähige und standfeste Präzisionswerkzeuge, die nicht viele Hersteller bieten würden.

Nacharbeiten sind negative Begleiterscheinungen beim Erodieren

Und speziell beim Erodieren braucht es auch noch aufwendig herzustellende Elektroden, lange Bearbeitungszeiten und meist noch Nachfolgeprozesse, damit später die Oberflächenqualität stimmt. Denn beim Erodieren entsteht eine weißliche Randzone aus geringfügigen Schäden im Metall. Diese muss durch aufwendiges Polieren wieder entfernt werden, weil sie eine andere Härte als das Grundmaterial hat, erklärt Cemecon. Bis zum fertigen Werkstück kostet das viel Geld und Zeit, erklärt Cemecon. Beim Zerspanen gibt es die „Verletzung“ dieser Randzone nicht, weil kein Wärmeeintrag stattfindet. Toll wäre es also, wenn man sich das alles sparen könnte! Und das kann man auch! Und zwar mit dem neu entwickelten Beschichtungswerkstoff CCDia-Carbidespeed, wie der Hersteller verspricht.

Schneller und hochwertiger zu Stempel oder Matrize

CCDia-Carbidespeed wird grob als eine für die Hartmetallbearbeitung abgestimmte Beschichtung beschrieben. Der Diamant-Schichtwerkstoff vereine eine maximale Haftung mit einer Mikrohärte von 10.000 HV₀,₀₅ – das sorge für höchsten Verschleißwiderstand.

Bereits in den ersten Pilotprojekten während der Entwicklungsphase habe Cemecon festgestellt, dass Präzisionswerkzeuge mit dieser neuen Beschichtung mindestens die gleiche, meist sogar eine bessere Performance in Bezug auf Produktivität und Wirtschaftlichkeit erreichten als bereits vorhandene Werkzeuge für diesen Zweck. Von einer deutlich verbesserten Werkstückoberflächenqualität mal ganz abgesehen, merkt der Hersteller an. Deshalb hat nun auch die Serienfertigung begonnen.

Ein näherer Blick auf den Diamant-Schichtwerkstoff CCDia-Carbidespeed von Cemecon.
Ein näherer Blick auf den Diamant-Schichtwerkstoff CCDia-Carbidespeed von Cemecon.
(Bild: Cemecon)

Mit diesem neuen Beschichtungswerkstoff werde so mancher Werkzeughersteller den Markt Bearbeitung von Hartmetall aufmischen, ist Cemecon überzeugt. Wenn alles gut geht, trotz Coronazeiten, dann kann man sich im Rahmen der Grindtec in Augsburg auch persönlich über diese Neuheit informieren. Und zwar in Halle 3 am Stand 3033.

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