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Postprocessing Gleitschleifen in einem Prozessschritt

| Redakteur: Simone Käfer

Für das Postprocessing in der Additiven Fertigung hat Walther Trowal die „AM Post Process Maschinen“ der Baureihe AM entwickelt.

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Die Multivibratoren der Baureihe AM hat Walther Trowal speziell für die Oberflächenbearbeitung additiv gefertigter Werkstücke entwickelt.
Die Multivibratoren der Baureihe AM hat Walther Trowal speziell für die Oberflächenbearbeitung additiv gefertigter Werkstücke entwickelt.
(Bild: Walther Trowal)

Die Multivibratoren der Baureihe AM von Walther Trowal nehmen je nach Größe des Arbeitsbehälters maximal 100 kleinere Teile oder einzelne bis zu einer Größe von etwa 900 mm × 500 mm auf. Die Werkstücke werden auf einer Trägerplatte eingespannt, die dann am Boden des Arbeitsbehälters elektromagnetisch oder mechanisch fixiert wird. Die Schleifkörper werden eingefüllt, das Behandlungsmittel wird während des Bearbeitungsprozesses kontinuierlich zugegeben. Drei Unwuchtmotoren versetzen den Behälter in Vibration. Dabei gleiten die Schleifkörper um die Werkstücke herum und glätten so die Oberfläche. Die Bewegungen der Motoren überlagern sich so, dass eine homogene Oberfläche der Werkstücke entsteht, während die Kanten geschont werden, erklärt der Hersteller. Das Verfahren eignet sich für hochfeste, schwer zerspanbare Metalle wie Titan sowie für Nickel-Basis- oder Kobalt-Chromlegierungen, außerdem für Buntmetalle oder Kunststoffe.

Einige Pilot-Anwender aus der Automobil- und Flugzeugbranche sowie aus der Medizintechnik setzen bereits Multivibratoren ein. Sie gaben an, dass sich mit dem Gleitschleifprozess die verfahrensbedingte Rauheit Ra von etwa 2 bis 80 µm auf Werte in einer Größenordnung von 0,025 µm reduziert habe. Die von Walther Trowal entwickelten Schleifkörper und Verfahrensmittel sind für viele Werkstoffe, sicherheitsrelevante Komponenten und Prozesse bereits zugelassen.

Postprocessing für die Additive Fertigung

Mehr über das Nachbearbeiten additiv gefertigter Bauteile erfahren Sie auf der Fachtagung „3D-Druck! Und dann? – Postprocessing für die Additive Fertigung“. Erfahren Sie dort, welche Arbeitsschritte in welchen additiven Verfahren nicht mehr zwingend per Hand erledigt werden müssen und lernen Sie die Varianten der Nachbearbeitung kennen, speziell auf die Bedürfnisse additiv gefertigter Bauteile abgestimmt – für Metall und Kunststoff.

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