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Auslandsmärkte

Handelskonflikte bremsen Maschinenexporte aus

| Autor: Stéphane Itasse

Noch wachsen die deutschen Maschinenexporte in den wichtigsten Einzelmarkt USA, doch das Tempo lässt nach.
Noch wachsen die deutschen Maschinenexporte in den wichtigsten Einzelmarkt USA, doch das Tempo lässt nach. (Bild: HHLA/www.raetzke.com)

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Handelsstreitigkeiten und eine lahmende Konjunktur in aller Welt belasten die Exportgeschäfte der deutschen Maschinenbauer. Im zweiten Quartal rutschten die Ausfuhren gar ins Minus.

Von April bis Juni 2019 lag der Maschinenexport bei 44,7 Mrd. Euro, ein Minus von 1,8 % im Vergleich zum Vorjahr, wie der VDMA anhand der Zahlen von Destatis am Mittwoch in Frankfurt am Main mitteilt. Nur dank eines Zuwachses von 3,8 % im ersten Quartal stehen die Ausfuhren zum Halbjahr bei 89,2 Mrd. Euro, einem Plus von 0,9 %. „Die Unsicherheit, die insbesondere durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China ausgelöst wird, sowie die fehlende Aussicht auf eine Einigung im Brexit-Streit schaden unserer exportorientieren Branche“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. „Wir beobachten eine sinkende Investitionstätigkeit in China und Großbritannien, vor allem bei Maschinen und Anlagen. Und auch das Expansionstempo in den USA lässt weiter nach“, analysiert er.

Deutsche Maschinen in den USA gefragt

Zwischen Januar und Juni stiegen die Exporte in die USA dank eines sehr guten Jahresauftakts um 7,8 % auf 9,96 Mrd. Euro. Damit haben die USA einen Anteil von 11,2 % an den deutschen Maschinenausfuhren. Die Exporte nach China legten im selben Zeitraum um lediglich 0,6 % auf 9,72 Mrd. Euro zu, China hat damit einen Anteil von 10,4 % an den gesamten Ausfuhren. „Die Entwicklungen in China sind wenig überraschend, denn die Industrieproduktion wächst so langsam wie zuletzt in 2002“, erläutert Wiechers.

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Auf den Plätzen dahinter folgten unverändert Frankreich, Italien und Großbritannien. Besonders nach Frankreich war das Exportwachstum in den ersten sechs Monaten positiv (plus 6,8 % auf 6,26 Mrd. Euro). Dagegen war im zweiten Quartal das Geschäft mit Großbritannien belastet, sodass der Maschinenbau von Januar bis Juni einen Exportrückgang von 1,7 % auf 3,85 Mrd. Euro verzeichnete. Im ersten Quartal verbuchte die Branche noch ein Plus von 8,8 % im Export mit der Insel. „Nun zeigt der Brexit seine unangenehmen Folgen. Zu Jahresbeginn wurden noch viele Bestellungen aus Großbritannien vorgezogen, um drohenden Handelshemmnissen zuvorzukommen“, sagt der VDMA-Chefvolkswirt. „Das hat nun ein Ende. Und auch der Konfrontationskurs der italienischen Regierung bleibt nicht folgenlos.“ Die Exporte nach Italien schrumpften in den ersten sechs Monaten des Jahres ebenfalls um 5,9 % auf 4,03 Mrd. Euro.

Maschinenbau in Japan mit hohem Exportplus

Die Exporte in die EU-Länder insgesamt legten zwischen Januar und Juni um 1,7 % auf 43,1 Mrd. Euro zu. Unverändert schwierig blieb dabei das Geschäft mit der Türkei (minus 11,4 % auf 1,58 Mrd. Euro) und Russland (minus 8,0 % auf 2,64 Mrd. Euro). Weiterhin positiv entwickelten sich die Ausfuhren nach Japan (plus 12 % auf 1,49 Mrd. Euro). Damit verbuchte Japan den größten Zuwachs eines Landes innerhalb der Top-20 Märkte für die deutschen Maschinenausfuhren.

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