Suchen

Hautschutz Haut – das größte Organ des Menschen richtig schützen

| Autor / Redakteur: Andreas Todtenhöfer / M.A. Frauke Finus

Hautkrankheiten zählen zu den häufigsten Berufskrankheiten. Dennoch genießt der Hautschutz sowohl bei Arbeitgebern als auch bei Arbeitnehmern häufig nicht den selben Stellenwert wie andere Formen der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA). Ein verständliches und professionelles Hautschutzkonzept, entsprechende Schulungen und eine intensive Beratung können das ändern.

Firmen zum Thema

Neue, geschlossene Spendersysteme, wie im Bereich der Elektrowerkstat, gehören bei RHI nun zur Standardausstattung.
Neue, geschlossene Spendersysteme, wie im Bereich der Elektrowerkstat, gehören bei RHI nun zur Standardausstattung.
(Bild: RHI Urmitz )

Obwohl Hautkrankheiten zu den häufigsten Berufskrankheiten zählen, wird dem Hautschutz in vielen Unternehmen nicht derselbe Stellenwert beigemessen wie anderen Formen der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA). Das hat viele Gründe: Einerseits machen sich Schädigungen der Haut erst langfristig bemerkbar, deswegen erschließt sich manchem Beschäftigten nicht sofort und unmittelbar, warum er Hautschutzprodukte verwenden sollte. Andererseits halten viele Berufstätige es noch immer für unmännlich, sich die Hände einzucremen. Es gilt also, in den Unternehmen aufzuklären und Barrieren abzubauen.

Dabei helfen ein verständliches und professionelles Hautschutzkonzept, entsprechende Schulungen und eine intensive Beratung, wie das Praxisbeispiel RHI zeigt. Der Weltmarktführer für Feuerfestprodukte hat gemeinsam mit den Hautschutzexperten von Peter Greven Physioderm (PGP) am Standort Urmitz seinen Hautschutz systematisiert und somit professionalisiert.

Bildergalerie

Bei RHI stellen rund 200 Mitarbeiter jährlich etwa 80.000 t hochwertige keramische Feuerfestmaterialien für industrielle Hochtemperaturprozesse her. Als Spezialwerk für monolithische Feuerfesterzeugnisse mit einer umfassenden Produktpalette an Massen, Funktionalprodukten und Fertigbauteilen beliefert RHI einen weltweiten Kundenstamm, insbesondere aus der Stahl-, Zement- und Nichteisenmetallindustrie. Ausschließlich für die Stahlindustrie werden darüber hinaus noch hydraulisch gepresste Steine hergestellt. „Unsere Produkte müssen extremen thermischen, mechanischen und chemischen Belastungen standhalten“, erklärt Jürgen Uhrig, Fachkraft für Arbeitsschutz am Standort Urmitz.

Hautkrankheiten stellen die größte Gruppe der Berufskrankheiten

Es ist eine anspruchsvolle und zum Teil körperlich anstrengende Arbeit, die von den Mitarbeitern täglich geleistet wird. Immer wieder kommen ihre Hände dabei mit belastenden Stoffen in Berührung. Öle, Wasser oder Schmierstoffe – alle diese Substanzen können, wenn sie dauerhaft auf die Haut einwirken, berufliche Hautkrankheiten wie Kontaktekzeme hervorrufen. Deswegen ist Hautschutz extrem wichtig. „Allerdings hat sich das Thema bei uns irgendwie verselbstständigt. Der eine Mitarbeiter hatte das eine Produkt, der andere ein anderes. Von einem einheitlichen, systematischen und professionellen Hautschutzsystem waren wir jedenfalls meilenweit entfernt“, schildert Uhrig. „Und vor allem war unser Hautschutz gar nicht auf die unterschiedlichen Gefährdungen in den verschiedenen Produktionsbereichen abgestimmt. Die Ausgangssituation war also alles andere als befriedigend.“

Weiterlesen auf der nächsten Seite

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 44398079)