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Bearbeitungszentren

Hoch automatisierte 5-Achs-Präzisionsfertigung

| Autor/ Redakteur: Edgar Grundler / Mag. Victoria Sonnenberg

Ein Dienstleistungsunternehmen setzt für die hoch automatisierte 5-Achs-Präzisionsfertigung von Werkzeug-, Formen- und Maschinenbaukomponenten sowie kompletten Spritzgießwerkzeugen auf Hochleistungs-Bearbeitungszentren.

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Durch die drei Achsen im Werkzeug und zwei Achsen im Werkstück ist die Werkzeuganstellung optimal ausgelegt für komplexeste, hochpräzise 5-Achs/5-Seiten-Komplett-/Simultanbearbeitungen in einer bis wenigen Aufspannungen.
Durch die drei Achsen im Werkzeug und zwei Achsen im Werkstück ist die Werkzeuganstellung optimal ausgelegt für komplexeste, hochpräzise 5-Achs/5-Seiten-Komplett-/Simultanbearbeitungen in einer bis wenigen Aufspannungen.
(Bild: Hermle)

Schnellstmögliches „Time to Market“ ist für viele Anbieter von Konsumgütern und Industrieprodukten aus Kunststoffen und anderen Materialien der Schlüssel zum Erfolg und zu hoher Wettbewerbsfähigkeit.

So weit, so gut. Jedoch bedeutet dies für die Entwickler und darüber hinaus für die Produzenten und Zulieferer, dass von der Idee über das Prototyping bis hin zur Fertigstellung der Werkzeuge für die Serienproduktion alle Prozesse – und damit sämtliche beteiligten Lieferanten – einem enormen Termindruck ausgesetzt sind. Wie so oft beißen die Hunde den Letzten und das sind in dem Fall die Werkzeug- und Formenbauer, weil sie bis zum Finish immer wieder mit Änderungen oder Optimierungswünschen konfrontiert werden.

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Komplexität verlangt Investitionen der Werkzeug- und Formenbauer

Gleichzeitig stellen sich die Werkzeuge immer komplexer dar, sodass sich die Werkzeug- und Formenbauer immer mehr spezialisieren und dafür entsprechend investieren müssen – oder auf einen hoch spezialisierten Technologiedienstleister zurückgreifen. Genau in diese Lücke stößt die im Jahr 1997 von Heribert Quast und Michael Klink in Chemnitz gegründete µ-Tec GmbH. Beide stammen aus dem Bereich Maschinenbau für die HSC-Bearbeitung und sind dergestalt praxisgestählt, weil sie in der HSC-Bearbeitung hauptsächlich mit den vielschichtigen Anforderungen der Kunden aus dem Werkzeug- und Formenbau befasst waren. Michael Klink, bei der µ-Tec GmbH zuständig für Vertrieb und Administration, und Heribert Quast, verantwortlich für Technik und Fertigung, schnürten ein auf Technologie basierendes Dienstleistungspaket, um potenziellen Kunden der Segmente Werkzeugbau, Elektrodenfertigung, Prototypen- und Präzisionsfertigung sowie mit kompletten Spritzgießwerkzeugen auch Herstellern von Kunststoffteilen nachhaltige Unterstützung bieten zu können. Nach eigenem Bekunden der beiden Pioniere mussten sie sich ziemlich „durchbeißen“, um die Jahre des Aufbaus und der damit verbundenen nicht nur guten Erfahrungen ostdeutscher Kunden mit „Westler-Firmen“ zu überstehen, was aber durch beharrliches Weitermachen und betont fairen Umgang mit Kunden und Lieferanten am Ende doch gelang.

Mit Partner und Expertise zum Erfolg

Heute sieht sich die µ-Tec GmbH sehr gut etabliert und ist mit dem Leistungsvermögen der aktuell 30 zweischichtig arbeitenden Fachkräfte sowie dem hochwertigen Maschinenpark bestens für die qualitative Abwicklung täglicher fertigungstechnischer Herausforderungen gewappnet. In der im Jahr 2016 bezogenen neuen Halle sind zurzeit mehrere 3- und 5-Achs-Fräsmaschinen beziehungsweise Bearbeitungszentren, drei Senk- und Drahterosionsanlagen, eine Flachschleifmaschine sowie ein bedarfsgerecht ausgestattetes Messtechnikzentrum installiert. Damit sind unter anderem alle relevanten abtragenden Technologien vorhanden, um die Kunden schnell und termingenau beliefern zu können. Im Normalfall geht es um die präzise Fertigung von Einzelteilen, Prototypen, Mustern und Kleinserien, was je nach Bearbeitungsanforderungen und Laufzeiten öfters zu Rüstvorgängen und Programmwechseln führt. Um diese organisatorisch wie prozess- und ablauftechnisch in den Griff zu bekommen, setzt µ-Tec zum einen auf das Produktplanungs- und Managementsystem Segoni-PPMS und zum anderen auf einen vergleichsweise hohen Automatisierungsgrad durch Werkstückhandling mittels Roboter und Palettenwechsler. Während mit Unterstützung von Robotern hauptsächlich die Elektroden- und Kleinteilefertigung realisiert wird, findet auf einem von der Maschinenfabrik Berthold Hermle AG, Gosheim, gelieferten 5-Achs-CNC-Hochleistungs-Bearbeitungszentrum C 42 U mit Palettenwechsler vor allem die stückzahl- und variantenflexible Einzelteil- und Kleinserienfertigung mittlerer bis größerer Werkzeug-, Formen- und Maschinenbaukomponenten.

In der automatisierten 5-Achs-Bearbeitung überzeugte nur ein Maschinenbauer

Heribert Quast zur Evaluationsphase und zur Entscheidung pro Hermle als Maschinen-/Anlagenlieferant: „Wir sahen die Notwendigkeit, zur maximalen Nutzung unserer Kapazitäten noch stärker in die automatisierte 5-Achs-Bearbeitung einzusteigen und suchten uns dafür einen Partner, der beides aus einer Hand liefert, eben die Maschine und die Automation. Wir führten mit mehreren potenziellen Herstellern in deren Werken Bearbeitungsversuche durch und wurden allein von Hermle in allen unseren Aufgabenstellungen überzeugt. Nach einem kurzen, aber aufschlussreichen Rundgang mit einem Vertriebsmann ging es sofort bearbeitungstechnisch zur Sache und hier wurde die gesamte Versuchsabfolge äußerst kompetent und mit einem Top-Ergebnis durchgeführt. Der Clou dabei war, dass uns der Maschinenbediener im Vorführzentrum kurzerhand zeigte, wie man eine Bearbeitungsaufgabe, von der wir meinten, sie durch einen zusätzlichen Senkvorgang erledigen zu müssen, durch eine ablaufintegrierte Fräsoperation perfekt löst.“

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