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Zu der Zeit, als man bei Arburg mit nur einem Werkzeug gearbeitet hat, lag die Verschraubungszeit bei knapp einer Stunde. Hinzu kam, dass beim Arbeiten mit nur einem Gerät die Ableitung der Reaktionskräfte an bereits oberflächenbehandelten Teilen geschieht.
Hochmomentschrauber für mannlosen Betrieb ausgestattet
Bei dieser Prozedur kam es zu dem einen oder anderen Oberflächenkratzer, der nachbearbeitet werden musste. Deshalb suchte man nach einer zeitsparenden und materialschonenden Lösung und fand diese bei Lösomat.
Wegen der ausdauernden Leistung und der ohnehin verfügbaren Energieanschlüsse in der Produktionshalle entschied man sich für einen Pneumatikantrieb. Vier der Hochmomentschrauber wurden für den mannlosen Betrieb ausgestattet. Die Schrauber sind mit einer zentralen Steuerung verbunden. Von dort aus kann der Bediener den gesamten Schraubprozess steuern (Bild 2). Alle Schrauber wurden bei Lösomat genau auf die Zuganker kalibriert. Mit Hilfe eines Hebekrans wird die Vorrichtung auf die vertikal gelagerten Zuganker gesetzt (Bild 3).
Axial federnde Kraftnüsse sorgen für Formschluss
Eine weitere Herausforderung lag darin, dass beim Ansetzen der Vierfacheinheit der Formschluss zwischen Sechskantnuss und Schraubenkopf des Zugankers gefunden werden muss (Bild 4). Die Lösung: axial federnde Kraftnüsse, die die gesamte Vorrichtung enorm flexibel machen. Beim Aufsetzen der vier Pneumatikschrauber werden die Kraftnüsse gespannt.
Sobald der Sechskant von Nuss und Schraube übereinander passt, wird der Formschluss automatisch hergestellt. Danach folgt der zweistufige Anzug. Erst mit 900 Nm und dann mit 1800 Nm.
Hochmomentschrauber bieten hohe Qualität
Die Hochmomentschrauber überzeugen durch ihre Qualität und Konstruktion. Sämtliche Getriebeteile werden aus hochvergütetem Stahl aus dem Vollen gedreht und gefräst. Die Lagerung der beweglichen Teile wird kontinuierlich verbessert, um eine noch höhere Standzeit der Schrauber zu erreichen.
Die eigene Entwicklungsabteilung konzipiert die Geräte immer kleiner und leichter, ohne dass diese an Drehmomentleistung verlieren. Somit werden die Hochmomentschrauber bevorzugt an engen und schwer erreichbaren Schraubverbindungen eingesetzt. Jeder dynamische Hochmomentschrauber wird im Werk auf Drehmoment kalibriert und erhält ein individuelles Werksprüfzertifikat.
Bei Arburg überzeugt die Speziallösung durch Qualität, Zeitersparnis und Flexibilität. Früher betrug der Zeitaufwand knapp eine Stunde, jetzt ist die Zugankerverschraubung bereits nach etwa 15 Minuten fertig. Die Investition hat sich nach rund zwei Jahren amortisiert.
* Dipl.-Ing. (FH) Marc Gareis ist Geschäftsführer der Lösomat Schraubtechnik Neef GmbH in 71665 Vaihingen/Enz. Andrea Wasserbäch B. A., ist dort Werbeleiterin
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