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Peiseler Höchste Genauigkeit für die Werkzeugmaschine

| Autor / Redakteur: Christian Mannigel / Stefanie Michel

Teilgeräte sind in den meisten Werkzeugmaschinen nicht mehr wegzudenken. Sie sind essenziell für die schnelle und exakte Positionierung von Werkstücken, beispielweise in Fräs-, Bohr- und Bearbeitungszentren. Präzision ist dabei das A und O – und damit kann man sich von der Konkurrenz abheben.

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Hochgenauigkeit ist bei den Teilgeräten, wie beispielsweise der Zwei-Achs-Schwenkeinrichtung im Bild, das Kernelement, mit dem man sich auch vom Wettbewerb abhebt.
Hochgenauigkeit ist bei den Teilgeräten, wie beispielsweise der Zwei-Achs-Schwenkeinrichtung im Bild, das Kernelement, mit dem man sich auch vom Wettbewerb abhebt.
(Bild: Peiseler)

Der Unterschied in der Genauigkeit von Wendern, Tischen, Zwei-Achs-Schwenkeinrichtungen, die mit zwei rotativen Achsen das Bearbeiten von Werkstücken in allen Positionen erlauben, sowie Schwenkköpfen und Werkstückwechseltischen beträgt teilweise nur Tausendstelmillimeter. Aber genau darin differenziert sich das inzwischen auf diesem Gebiet zu den weltweit führenden Herstellern zählende Unternehmen Peiseler von einem Großteil seiner Wettbewerber. „Unsere Positionier- und Teilgeräte erreichen eine Präzision von bis zu einer Winkelsekunde“, hebt Dr. Benedict Korischem hervor, neben seinem Partner Lothar Schwarzlose geschäftsführender Gesellschafter von Peiseler. Mit dem bloßen Auge ist das nicht mehr erkennbar, denn das entspricht etwa dem Winkel, unter dem eine 1-Euro-Münze aus einer Entfernung von 4800 m erscheint. Oder wie Korischem das verdeutlicht: „Man stelle sich vor, auf der ausgestreckten Hand steht ein 27 t schwerer Sattelzug, den es dann gilt festzuhalten, ohne die Position des Armes um mehr als ein Zehntel der Dicke eines Haares zu verändern.“

Hochgenauigkeit zieht sich durch die Firmengeschichte

„Für uns ist diese Hochgenauigkeit das Peiseler-Gen, das sich wie ein roter Faden durch die Geschichte unseres bereits 1819 gegründeten Unternehmens zieht und den größten Teil unserer Produktpalette umfasst“, ergänzt Schwarzlose. Die Hersteller von Werkzeugmaschinen, die Peiseler im Wesentlichen als Erstausrüster beliefert, wissen das zu schätzen. Sie entwickeln wiederum Lösungen für den Automobilbau, die Energietechnik und Luftfahrt, aber auch für die Präzisionsfertigung, Medizintechnik und Werkzeugtechnik sowie den Formenbau.

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Die mit Peiseler-Teilgeräten ausgestatteten Anlagen ermöglichen es beispielsweise einem Hersteller von Luxusuhren, die Fassungen von Brillanten exakt zu fräsen. Aber nicht nur solche leichten Werkstücke können sie exakt positionieren, sondern auch tonnenschwere. Der Kunde MCM, ein renommierter italienischer Produzent von Werkzeugmaschinen, arbeitet unter anderem für einen großen europäischen Flugzeugbauer und muss dort Titanblöcke mit 30 t Gewicht auf den Hundertstelmillimeter genau in Position bringen. Dies ist erforderlich, um dieses Verbindungsstück zwischen Rumpf und Tragfläche so präzise zu drehen und zu wenden, dass es an den vorgesehenen Stellen gefräst werden kann. Selbst im Motorenbau der Formel 1 kommen Maschinen mit diesen Teilgeräten zum Einsatz, um die Zylinderköpfe präzise zu fertigen.

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