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Qualitätssicherung auf der K 2019

Höhere Extrusionsqualität durch moderne Kontroll- und Prüfsysteme

| Redakteur: Peter Königsreuther

Sikora präsentiert die neuesten Systeme zur Qualitätskontrolle von Kunststoffrohren, -schläuchen und -platten sowie -granulat. Wer will, kann sein eigenes Granulat inspizieren lassen. Halle 10 am Stand H21.

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Centerwave 6000/1600 heißt Sikoras bisher größtes System zur In-Line-Durchmesserkontrolle von Rohren während deren Extrusion. Es arbeitet auch mit Millimeterwellen-Technik und somit ohne Störeinflüsse und Koppelmedien. Durchmesser zwischen 630 und 1600 mm können damit ohne Kalibriervorgang überprüft werden, heißt es.
Centerwave 6000/1600 heißt Sikoras bisher größtes System zur In-Line-Durchmesserkontrolle von Rohren während deren Extrusion. Es arbeitet auch mit Millimeterwellen-Technik und somit ohne Störeinflüsse und Koppelmedien. Durchmesser zwischen 630 und 1600 mm können damit ohne Kalibriervorgang überprüft werden, heißt es.
(Bild: Sikora)

Mit der Weltpremiere des Centerwave 6000/1600 bringt Sikora ein Messsystem der neuen Dimension nach Düsseldorf, wie es heißt. Das speziell für die Qualitätskontrolle während der Extrusion von Kunststoffrohren entwickelte System ermögliche aufgrund seiner Bauform die präzise Messung von Rohrdurchmessern zwischen 630 und 1600 mm. Das Centerwave 6000 arbeitet, wie es weiter heißt, mit Millimeterwellen-Technologie und misst dabei kontinuierlich sowie lückenlos über den gesamten Umfang des Rohres dessen Wanddicke, den Durchmesser, die Ovalität, das innere Profil und das „Sagging“ (Durchängen).

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Material- und zeitsparende Großrohrextrusion

Das System sei nicht allein wegen seiner Dimensionen beeindruckend, wie der Hersteller betont, sondern vor allem aufgrund der Vorteile, die sich mit der Messmethode für den Extrusionsprozess ergeben. Sollmaße würden schneller erreicht, Anfahrschrott werde vermieden, eine sehr hohe Qualität sichergestellt und Prozesse optimal beherrschbar. Die Messung gelingt laut Sikora ohne Koppelmedien sowie sehr präzise und unabhängig von Einflüssen wie Temperatur oder Kunststoffmaterial. Eine Kalibrierung soll sich zudem erübrigen. Auch ermittelt das Centerwave 6000/1600 automatisch den exakten Brechungsindex, merken die Experten an: denn dieser definiert, mit welcher Intensität und in welcher Geschwindigkeit Strahlung das Material durchdringt, was sich entscheidend auf die Messgenauigkeit auswirkt. Ändern sich die Produktionsbedingungen, brauche man nicht manuell eingreifen. Der Anwender profitiert von einem System, das, in die Linie integriert, direkt nach dem Einschalten zuverlässige und reproduzierbare Messwerte liefert, so Sikora.

Premiere für die fixe Art der Farberkennung von Granulat

Mit der K-Premiere des Purity Concept V präsentiert Sikora ein optisches Laborprüfgerät für Kunststoffmaterial. Das System ist im Prinzip ein automatisierter Leuchttisch, bei dem das Kunststoffgranulat, auf einem Probenträger platziert, durch den Inspektionsbereich fährt, erklärt Sikora. Innerhalb weniger Sekunden werde es durch eine Farbkamera inspiziert. Ein Projektor kennzeichnet dabei jedes Pellet, das kontaminiert ist, optisch und direkt auf dem Probenträger. Durch die Auswertung der Bildaufnahmen würden Verunreinigungen wie „Black Specks“ ab einer Größe von 50 µm auf der Oberfläche von transparentem, diffusem und farbigem Material automatisch detektiert, visualisiert und statistisch ausgewertet. Eine klare Zuordnung der Kontamination und eine Nachkontrolle sind jederzeit möglich, wie es weiter heißt. Ein weiteres Feature des optischen Laborprüfgeräts ist die automatische Erkennung von Farbabweichungen des Granulats, wie Sikora anmerkt.

Besucher können ihr eigenes Granulat inspizieren lassen

„Technologie erlebbar machen“ ist das zentrale Thema des Sikora-Messestands auf der K 2019. In einer Laborumgebung werden deshalb Live-Materialtests mit dem Purity Concept V angeboten. Interessierte wurden dazu bereits vor der Messe eingeladen, kostenlos Granulatproben einzuschicken, welche direkt auf dem Messestand mit dem System inspiziert und analysiert werden, erklärt der Aussteller. Alternativ könne man auch Kleinmengen von Granulat direkt auf den Stand zur Prüfung und Auswertung mitbringen. „Reale Granulattests sind der beste Beweis, dass ein Gerät funktioniert und geben Informationen über Vorteile, die man mit dem Gerät erzielt“, sagt Hilger Groß, Business Development und Area Sales Manager für den Bereich Kunststoff bei Sikora.

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