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Elektrische Ausrüstung

Hohe Qualität bis hin zu Kabeln und Steckern

| Autor/ Redakteur: Bernd Müller / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

In einem kleinen schwedischen Ort werden riesige CNC-Maschinen für die Luftfahrt entwickelt und produziert. Für die Verbindungslösungen nutzt man die Kompetenz eines Unternehmens mit deutschen Wurzeln.

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Diese CNC-Spezialmaschinen und Vorrichtungen dienen in der Luftfahrtindustrie zur Bearbeitung großer Tragflächenteile.
Diese CNC-Spezialmaschinen und Vorrichtungen dienen in der Luftfahrtindustrie zur Bearbeitung großer Tragflächenteile.
(Bild: Hannover Messe/Ralf Baumgarten)

David Modig zeigt hinunter in die große Halle: „Dort bin ich schon als kleiner Junge herumgerannt.“ Zwischen tonnenschweren Stahlteilen und riesigen Maschinen. „Ich kenne es gar nicht anders.“ Heute ist David Modig Juniorchef und Inhaber von Modig Machine Tool. 2011 hat der inzwischen 39-Jährige die Leitung des Unternehmens von seinem Vater Percy Modig (69) übernommen, der noch immer im Betrieb aktiv ist.

In der Flugzeugbranche zählt man die Hightech-CNC-Spezialmaschinen von Modig, mit denen sich große Tragflächenteile bearbeiten lassen, zu den führenden auf dem Weltmarkt und machen das Unternehmen zu einem der Toplieferanten der Branche. Unternehmen wie Airbus, Boeing, Bombardier oder Cessna kaufen immer wieder Maschinen aus Virserum. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Maschinen von Modig stark sind, schnell und dennoch hochgenau arbeiten.

Die größte und mit einem Preis von 3 Mio. Dollar teuerste Maschine im Modig-Portfolio ist die Rigimill. In einer solchen Maschine stecken rund 2000 Stunden Arbeit; das Unternehmen produziert davon nur knapp 20 Stück pro Jahr. Die Rigimill bearbeitet metergroße Metallteile nach eigenen Angaben um rund ein Drittel schneller als vergleichbare Maschinen der Wettbewerber. Und das so sicher und zuverlässig, dass das Unternehmen dies sogar vertraglich garantiert, wie David Modig betont.

Bis zu 700 m Kabel in einer Maschine verbaut

Darüber hinaus sind die Produkte der Schweden auch noch sehr robust und langlebig. Manche Modig-Maschinen aus den 1980er-Jahren sind noch heute im Einsatz – am Stammsitz von Modig ebenso wie bei einigen seiner Kunden.

Wer dauerhaft höchste Qualität liefern will, muss diese Qualität bis ins kleinste Detail sicherstellen. Grund genug für Modig, Kabel und Stecker fast ausschließlich von Lapp Miltronic zu beziehen, der schwedischen Lapp-Tochter mit Sitz in Nyköping. Bis zu 700 m dieser Leitungen sind in einer Maschine von Modig verbaut, der Großteil davon in Energieketten, die oft mehrere Dutzend Leitungen enthalten. Sie werden bei der Bewegung der Maschine über viele Meter sicher geführt.

Die Liste der Teile, die Lapp allein im Jahr 2018 an Modig geliefert hat, ist lang. Sie umfasst annähernd 300 Positionen und reicht von der Ölflex-Steuerleitung über Skintop-Kabeldurchführungen bis hin zu Epic-Steckern. Das jährliche Auftragsvolumen liegt bei mehreren Hunderttausend Euro.

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