Humanoide Morgendämmerung Humanoide Roboter arbeiten für nur zwei Dollar in der Stunde

Quelle: dpa 3 min Lesedauer

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Humanoide Roboter, auch nur Humanoide genannt, bringen laut Roland Berger ein Billionen-Dollar-Potenzial für die Industrie mit sich ...

Tja! Humanoide Roboter machen sich laut einer Studie von Roland Berger unaufhaltsam auf den Weg in die Industrie. Viele haben vielleicht davor Angst, aber die Systeme werden mehr Vorteile bringen als Probleme – wenn sich Europa das Zepter nicht wieder aus der Hand nehmen lässt ...(Bild:  Roland Berger)
Tja! Humanoide Roboter machen sich laut einer Studie von Roland Berger unaufhaltsam auf den Weg in die Industrie. Viele haben vielleicht davor Angst, aber die Systeme werden mehr Vorteile bringen als Probleme – wenn sich Europa das Zepter nicht wieder aus der Hand nehmen lässt ...
(Bild: Roland Berger)

Humanoide Roboter stehen laut Aussage von Roland Berger vor dem Sprung aus der Prototypenphase in die industrielle Skalierung. Die aktuelle Studie „Humanoid Robots 2026 - The Convergence Moment for a New Market“ offenbart, dass durch Fortschritte bei künstlicher Intelligenz und passender Hardware für Roboter Humanoide perspektivisch zu Betriebskosten von rund zwei US-Dollar pro Stunde arbeiten würden. Damit wären sie in Hochlohnländern wie Deutschland ein entscheidender Faktor, um Wettbewerbshemmnisse auszuhebeln und den Standort zu sichern. Auch könnten neuartige Industrien entstehen und dem Fachkräftemangel wirksam begegnet werden. Auch dürfte Robotikherstellern bis 2035 ein Umsatz von etwa 300 Milliarden US-Dollar winken. In besonders optimistischeren Rechenszenarien sind es sogar rund 750 Milliarden US-Dollar. Langfristig könne der Markt bis zu vier Billionen US-Dollar erreichen, womit er das Potenzial habe, eine Marktgröße wie die der Automobilindustrie zu erreichen. Die entscheidende Frage ist nach Ansicht der Experten auch nicht mehr, ob humanoide Roboter kommen, sondern wie schnell sie sich durchsetzen.

Bei humanoiden Robotern hapert es vor allem an der Software-Reife

Humanoide Roboter erobern außerdem auch neue Absatzmärkte, die weit über den eigentlichen Roboter hinausgehen, heißt es. Man denke an Motoren, Mechanik und Sensoren bis hin zu Elektronik und Produktionsausrüstung, was eine komplexe Wertschöpfungskette schmiedet, die in großen Teilen auf bestehenden Industriekompetenzen aufbaut. Bis humanoide Roboter aber vollständig autonome Produktionsaufgaben übernehmen können, muss die Technik weiter fortschreiten, merken die Experten an. Während die Hardware bereits in einem fortgeschrittenen Stadium sei, reiften Software, Lieferketten oder Regulierungen derzeit sukzessive nach. Der Nutzen werde sich zunächst in klar abgegrenzten, repetitiven Anwendungen zeigen – etwa Gegenstände auspacken oder transportieren. Aber erst mit zunehmendem Reifegrad der Software können sich die Tätigkeiten ausdehnen, sagt Roland Berger. Aber auch Aspekte wie Haltbarkeit, Sicherheits- und Haftungsfragen entscheiden über Geschwindigkeit und Breite der Industrialisierung von Humanoiden. So müssten die komplexen Systeme einen Dauerbetrieb in teils rauen Produktionsumgebungen aushalten können, damit sie sich durchsetzten. Dann arbeiten Humanoide dynamisch und bewegen sich in den gleichen Räumlichkeiten wie Menschen, was neue Test- und Zertifizierungslogiken sowie einheitliche Gesetzgebung verlangt.

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