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Werkzeugmaschinenbau

Im Werkzeugmaschinenbau erhalten Zulieferer mehr Gewicht

| Redakteur: Josef-Martin Kraus

Montage eines Abdecksystems an einer Fräsmaschine. Aufgrund der Lieferung als Komplettsystem ist der Montageaufwand reduziert. Anpass- und Ausrichtarbeiten der einzelnen Abdeckungen entfallen. (Bild: Möller Werke)
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Montage eines Abdecksystems an einer Fräsmaschine. Aufgrund der Lieferung als Komplettsystem ist der Montageaufwand reduziert. Anpass- und Ausrichtarbeiten der einzelnen Abdeckungen entfallen. (Bild: Möller Werke)

Tragende Stützen des rapiden Aufschwungs im Werkzeugmaschinenbau sind die Zulieferer, die immer mehr Verantwortung entlang der Wertschöpfungskette übernehmen. Dazu haben sie sich zu Entwicklungspartnern und Systemlieferanten gewandelt. Wie im Automobilbau wachsen damit auch deren Risiken.

In der Automobilindustrie hat sich die Rolle des Zulieferers schon vor vielen Jahren vom einfachen Teilelieferanten zum Anbieter ganzer Komponentengruppen gewandelt. Im Werkzeugmaschinenbau vollzieht sich seit einiger Zeit ein ähnlicher Prozess. Besonders bei Forschung und Entwicklung setzen Hersteller zunehmend auf das Know-how ihrer Lieferanten.

Rahmenbedingungen für Werkzeugmaschinen-Zulieferer ändern sich

Anlässlich der EMO 2011 zeigt sich, dass diese Veränderungen nach der Krise weiter an Tempo gewinnen. Mit der rasanten Erholung des deutschen Werkzeugmaschinenbaus sehen sich zahlreiche Zulieferer drastisch veränderten Rahmenbedingungen gegenüber: Hersteller, die die Zusammenarbeit während der Krise stark eingeschränkt und selber Kapazitäten abgebaut haben, erwarten nun in kürzester Zeit wieder eine größere Beteiligung der Zulieferer.

Dies bestätigt auch Werner Jüttner, Geschäftsführer der Möller Werke GmbH, Bielefeld, eines Lieferanten von Abdecksystemen für Werkzeugmaschinen. Er berichtet, dass die Anfragen nach kompletten Systemlösungen zunehmen: „Früher wurden uns noch fertige Zeichnungen zur Verfügung gestellt, doch heute müssen wir teilweise Konzeptvorschläge präsentieren, um Aufträge für neue Maschinenserien zu erhalten.“

Das ist eine Entwicklung, die schon vor einiger Zeit eingesetzt hat, wie Wolf Mang, Geschäftsführer der Arno Arnold GmbH, Obertshausen, weiß. Der Hersteller für Schutzabdeckungen sieht Lieferanten im Werkzeugmaschinenbau bereits seit Jahren in der Verantwortung, sich vom Teileproduzenten zum Entwicklungspartner und Systemlieferanten zu wandeln. Edgar Heim, Leiter Business Development bei der Weiss Spindeltechnologie GmbH, Schweinfurt, erkennt eine wachsende Dynamik: „Wir verkaufen heute viel häufiger Komplettsysteme als noch vor wenigen Jahren. Es stimmt, dass sich dieser Trend in letzter Zeit verstärkt.“

Immer kürzere Innovationszyklen bei zunehmender Modellvielfalt

Die Gründe sind vielseitig. Innovationszyklen verkürzen sich beständig, die Modell- und Variantenvielfalt nimmt stetig zu und die Technologien werden immer komplexer. Werkzeugmaschinenbauer stehen vor großen Herausforderungen. Um diese zu bewältigen, greifen sie zunehmend auf externe Unterstützung zurück.

Da die Branche stark mittelständisch geprägt ist und viele Unternehmen personell sehr schlank aufgestellt sind, können viele Hersteller den hohen Aufwand für Forschung und Entwicklung allein nicht mehr bewältigen. Das bedeutet für die Lieferanten, dass ihre Marktchancen zukünftig noch stärker von ihrer Innovationsfähigkeit abhängen.

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