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Durch UL zertifiziert

In Sachen Sicherheitstechnik sicher sein

| Autor / Redakteur: Julia Schreiber / Frauke Finus

Bei sicherheitsrelevanten Produkten – und dazu gehören insbesondere Komponenten im Explosionsschutz – vertrauen Kunden auf anerkannte Zertifikate.
Bei sicherheitsrelevanten Produkten – und dazu gehören insbesondere Komponenten im Explosionsschutz – vertrauen Kunden auf anerkannte Zertifikate. (Bild: R. Stahl)

Produktzertifizierungen schaffen Vertrauen. Unabhängig davon, ob es sich um gewerbliche oder Privatkunden handelt. Erst recht trifft das für die Sicherheitsbranche zu. Als Anbieter hochwertiger Sicherheitstechnik für explosionsgefährdete Bereiche weißt die R. Stahl AG mit entsprechenden Prüfzeichen auf ihren Produkten auf deren zertifizierte Qualität hin. Und dank UL tut sie dies nun auch mit den im nordamerikanischen Markt essentiellen UL- und ULC-Prüfzeichen.

Die R. Stahl AG mit Sitz im baden-württembergischen Waldenburg ist führend in der Sicherheitstechnik für explosionsgefährdete Bereiche. Kunden weltweit vertrauen dem hohen Qualitätsanspruch und der Innovationskraft des fast 150-jährigen Traditionsunternehmens. Stellte die Firma in ihren Anfängen noch Haushaltsgeräte und Produkte für die Textilindustrie her, so hat sie sich mittlerweile zu einem international anerkannten Experten auf ihrem Gebiet entwickelt: dem Explosionsschutz. Jeder Kunde erhält eine für seine Belange optimierte Lösung – vom einzelnen Produkt bis hin zu ganzheitlichen System. Zu den Top-Angeboten von R. Stahl gehören industrielle Schalttafeln (Industrial Control Panels – IPC) für den Einsatz im explosionsgefährdeten Umfeld.

Kunden wollen Sicherheit bei der Sicherheit

Besonders bei sicherheitsrelevanten Produkten – und dazu gehören insbesondere Komponenten im Explosionsschutz – vertrauen Kunden auf anerkannte Zertifikate. So ist in der Europäischen Union die CE-Kennzeichnung enorm wichtig. Für den Zugang zu anderen globalen Märkten gelten jedoch davon abweichende Spezifikationen und Prüfanforderungen. Möchte man in Nordamerika erfolgreich sein, benötigen die Produkte andere Zertifikate, beispielsweise das UL-Zeichen für die USA und das ULC-Zeichen für Kanada. Da die meisten Produkte mit CE-Zeichen nicht von Drittanbietern zertifiziert sind, werden UL- und ULC-Zeichen auch für CE-geprüfte Bauteile oft erst nach zusätzlichen Prüfungen verliehen.

Wettbewerbsvorteil UL-Zertifizierung

Stahl sitzt nicht nur auf den europäischen und asiatischen Explosionsschutzmärkten fest im Sattel, sondern baut ihre Position auch in Nordamerika kontinuierlich aus. So hat sie mit den industriellen Schalttafeln für explosionsgefährdete Bereiche eine Produktgruppe entwickelt, die auch für Nordamerika sehr attraktiv ist. Doch um auf diesen Märkten wirklich zu bestehen, müssen die Produkte auch einschlägigen Normen wie etwa den diversen Haz-Loc-Standards (Hazardous Locations) genügen. Diese Standards zielen darauf, Gefahren zu beherrschen, die bei der Explosion bestimmter Atmosphären entstehen.

Einerseits gibt eine Zertifizierung dem Anwender die Sicherheit, dass das Produkt die definierten Anforderungen erfüllt. Andererseits gewinnen Mitarbeiter in entsprechenden Hochrisiko-Bereichen dank zertifizierter Technik zusätzliche Sicherheit. Und schließlich weisen die Unternehmen damit auch ihre Compliance nach.

Das Renommee von UL in Nordamerika

In den USA und Kanada genießen vor allem UL- und ULC-Prüfzeichen hohe Glaubwürdigkeit. Damit gelabelte Produkte haben einen klaren Vorteil gegenüber unzertifizierten Wettbewerbsangeboten. Stahl war also sehr daran interessiert, den gesamten UL-/ULC-Zertifizierungsprozess für seine industriellen, ex-geschützten Schalttafeln zu durchlaufen und effizient zu gestalten. „Wir haben dieses Ziel mit UL als einem kompetenten Partner an unserer Seite erreicht“, sagt Jürgen Wenzel, zuständiger Projektleiter bei Stahl. UL ist ein sicherheitswissenschaftliches Unternehmen, das 1894 in den USA unter dem Namen Underwriters Laboratories gegründet wurde. Heute ist UL als Zertifizierungsunternehmen weltweit tätig und seit langem auch an der Entwicklung nationaler und internationaler Sicherheitsnormen beteiligt. Das ‚UL’s Industrial Control Panel (ICP) Custom Builder Program‘ (kurz: ‚UL Panel Shop Program‘) ermöglicht auch deutschen Herstellern, die UL- und ULC-Konformität ihrer industriellen Schalttafeln nachzuweisen.

Wechselndes Design – kein Hindernis für die UL-/ULC-Zertifizierung

Besonders vorteilhaft für die Hersteller: Das Programm wird an die jeweiligen Bedingungen angepasst und lässt den Produzenten maximale Freiheit bezüglich des Designs ihrer Schalttafeln. Ob es sich um maßgeschneiderte Einzelfabrikate oder um Massenprodukte handelt, spielt keine Rolle. Zudem ist es sowohl für geschlossene als auch offene ICPs geeignet. „Wir bei Stahl fertigen keine Ware von der Stange, sondern entwickeln kundenspezifische Lösungen", erklärt Jürgen Wenzel. „Das ‚UL Panel Shop Program‘ war die für uns passende Lösung – es ist so flexibel, dass sich damit selbst unsere individuell designten Schalttafeln zertifizieren lassen. Dennoch können wir auf die sich ständig ändernden Produktions- und Kundenbedürfnisse eingehen. Und natürlich ist UL schon deswegen ein hervorragender Partner, weil sie ausgewiesene Fachleute auf ihrem Gebiet sind.“

Stahl hat als eines der ersten deutschen Unternehmen das gesamte ‚UL Panel Shop Program‘ absolviert. Jürgen Wenzel verweist auf die unkomplizierte Zusammenarbeit mit UL in Deutschland und zieht eine sehr positive Bilanz: „Der nahtlose UL-/ULC-Zertifizierungsprozess für unsere industriellen Schalttafeln, die in explosionsgefährdeten Bereichen zum Einsatz kommen, gehört nun bereits zu unserem Fertigungsalltag. Auf dem wachsenden Markt der Komponentenhersteller haben wir uns so eine sehr gute Position für unsere weitere Entwicklung verschafft, gerade auch in Nordamerika.“

Zusätzliche Pluspunkte

Das ‚UL Panel-Shop-Program‘ berücksichtigt alle Aspekte rund um industrielle Schalttafeln. Dazu zählen unter anderem:

  • die ordnungsgemäße Verwendung von Komponenten
  • die Gehäuseart
  • die Verkabelung und der Motorschutz
  • Sicherheitskennzeichnungen

Grundlage ist ein tiefes Verständnis des National Electrical Code (NEC) in den USA und des Canadian Electrical Code (CEC) in Kanada. Mit dem ‚UL Panel Shop Programm‘ gehören rotmarkierte – sprich nicht autorisierte – Schalttafeln beim Endanwender ebenso der Vergangenheit an, wie die daraus resultierenden Verzögerungen und Zusatzkosten. Und im Falle etwaiger Rechtsstreitigkeiten ist die Akzeptanz der UL-/ULC-Prüfzeichens durch die Aufsichtsbehörden in den USA und Kanada ein weiterer wichtiger Punkt auf der Habenseite. UL hat infolge seiner Sachkenntnis und seiner langjährigen Erfahrungen eine exzellente Reputation. Deshalb und dank der engen Beziehungen zu den Code Authorities und Authorities Having Jurisdiction (AHJs) haben UL-Prüfzeichen einen immensen Stellenwert. Dieses Renommee von UL überträgt sich natürlich auch auf die entsprechend zertifizierten Produkte – wie bei der R. Stahl AG.

Das Fazit von Jürgen Wenzel: „UL steht zu Recht für Qualität und Sicherheit. Damit passt es ausgezeichnet zu unseren Werten bei Stahl. Und wer im nordamerikanischen Markt belegen möchte, dass er qualitativ hochwertige und sichere Produkte liefert, kommt meines Erachtens an UL nicht vorbei.“

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