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Beispielsweise produziere ein ostwestfälischer Küchenhersteller aktuell mit durchgängiger computergestützter Fertigung von der Auftragsvergabe bis zur Auslieferung mehr als 2500 Küchen pro Tag. Der Einsatz von neuen Ansätzen aus Industrie 4.0 verspreche weitere Produktivitätssteigerung.
Industrie komplett neu ausrichten
Dr. Jan Stefan Michels, Leiter der Technologieentwicklung bei der Weidmüller GmbH & Co. KG, meint, dass noch weitere Ideen für die Fabrik der Zukunft nötig sind: „Industrie 4.0 adressiert alle großen Herausforderungen – die Wettbewerbsfähigkeit unseres Hochlohnstandorts, die Schaffung von Ressourcen- und Energieeffizienz, den demografischen Wandel und die Frage der urbanen Produktion.“ Industrie 4.0 habe das Potenzial, weltweit die Industrie komplett neu auszurichten. Der Wandel werde sukzessive mit vielen kleinen und großen Projekten erfolgen, über mehrere Jahre hinweg.
Industrie 4.0 werde sukzessive umgesetzt. An der Umsetzung sei Weidmüller maßgeblich beteiligt: Zum einen bei der Optimierung seiner Fertigung, zum anderen bei der Unterstützung seiner Kunden. Michels warnt: „Wenn der deutsche Mittelstand weiterhin führend auf dem Weltmarkt bleiben will, indem er zum Leitanbieter für intelligente Produktionstechniken wird, dann erwarten wir Produktinnovationen von derzeit noch ungeahnten Dimensionen.“
Kommunikationstechnik im Vordergrund
Wenn man diese Aussagen analysiert, so steht bei fast allen die Kommunikationstechnik im Vordergrund. Was mir fehlt, ist eine breite Diskussion der Informationstechnik mit Ideen zur intelligenten, dezentralen Verarbeitung des kontinuierlich im Produktionsprozess anfallenden Datenvolumens mittels dezentral ablaufender Software-Applikationen. Erste Anregungen findet man bei einzelnen deutschen Großunternehmen wie der Bosch Software Innovations GmbH (www.bosch-si.com).
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